Show Less
Restricted access

Zeitung als Zeichen

Identität und Mediennutzung nationaler Minderheiten in Deutschland

Swea Starke

Zwei der vier nationalen Minderheiten Deutschlands verfügen über eigene Medien in ihrer jeweiligen Minderheitensprache: die dänische Minderheit sowie das sorbische Volk. Während der dänischen Minderheit lediglich eine Tageszeitung zur Verfügung steht – sie jedoch die Medien des angrenzenden Dänemarks nutzen kann –, können die Sorben auf eine vergleichsweise große Minderheitenmedienlandschaft zugreifen. Erstmals wird untersucht, welche Verbindung zwischen der sozialen Identität als Angehöriger der dänischen bzw. sorbischen Minderheit und der Nutzung von Minderheitenmedien besteht. Mithilfe empirischer Daten untersucht die Autorin die Bedeutung der Minderheitenmedien für diese beiden sehr unterschiedlichen Sprachgruppen und findet bemerkenswerte Gemeinsamkeiten und Unterschiede.
Show Summary Details
Restricted access

4. Methodik

Extract

4.  Methodik

Bei der vorliegenden Primärerhebung handelt es sich um eine Querschnittstudie, die mithilfe eines Fragebogens in Printform im Zeitraum Anfang September bis Ende November 2011 durchgeführt wurde. Die Grundgesamtheit bilden alle Angehörigen der dänischen bzw. sorbischen Minderheit in Deutschland. Die Grundstruktur der Studie ist durch eine quantitative Auswertungsmethodik geprägt. Neben der deskriptiven Statistik wurden Indizes für die Erfassung der Identität, der Mediennutzung und der Sprachkenntnisse gebildet, um somit Korrelationen zwischen diesen erfassen zu können. Zunächst wurde die Mediennutzung anhand von Häufigkeitsverteilungen untersucht. Aussagen aus Häufigkeitsverteilungen sind jedoch stets unter Vorbehalt zu interpretieren, weil hier möglicherweise Drittvariablen das Ergebnis beeinflussen. Daher wurde zusätzlich eine Regressionsanalyse vorgenommen, die zeigen soll, welche Motive für die Nutzung der jeweiligen Medien ausschlaggebend sind. Die Auswahl der Motive erfolgte dabei aufgrund der theoretischen Vorüberlegungen. Die Gefahr, dass wichtige Motive nicht in die Regression mitaufgenommen werden – weil sie eben aufgrund der Theorie vorher nicht eruiert wurden –, muss bei derartigem Vorgehen miteinkalkuliert werden.

Um in der Arbeit die Interpretierbarkeit der Ergebnisse zu verbessern, wurden auch qualitative Elemente als Ergänzung miteinbezogen. Mayring hat diese Methode in seinem Vertiefungsmodell dargestellt:

Abbildung 4: Vertiefungsmodell nach Mayring.



You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.