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Jugendsprache in Schule, Medien und Alltag

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Carmen Spiegel and Daniel Gysin

Sprechen Jugendliche in der Schule Jugendsprache und wie gehen die Lehrenden damit um? Ist Jugendsprache ein Thema im Unterricht und wie sprechen die Jugendlichen in anderen Ländern? Wie nutzen Jugendliche Online-Netzwerke erfolgreich? Mit diesen und weiteren Fragen haben sich die Autor/-inn/-en des Bandes beschäftigt. Sie bieten einen Überblick über die Jugendsprachforschung in den Bereichen Sprach- und Schreib(stil)verwendung in der Schule, in den neuen Medien und in anderen Sprachen. Neben Überlegungen zum Einsatz von Jugendsprache im (Fremdsprachen-)Unterricht liefern die Beiträge Einblicke in das Sprachbewusstsein Jugendlicher, den Jugendsprachgebrauch in Österreich, Brabant u.a. sowie sprachübergreifende Gemeinsamkeiten von Jugendsprache.
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„Kaum [...] da, wird’ ich gedisst!“ Funktionale Aspekte des Banter-Prinzips auf dem Online-Prüfstand

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Konstanze Marx

„Kaum […] da, wird’ ich gedisst!“ Funktionale Aspekte des Banter-Prinzips auf dem Online-Prüfstand

The article is to be considered as an attempt to enrich the theoretical approach of the Banter-Principle (Leech 1983) with an online point of view. Examples from Teamspeak-conversations and comments on the social network site Facebook reveal different user practices regarding the identifiability of the Banter-Principle: Nonverbal elements or emoticons in order to make sure that Banter is understood correctly in written language on the one hand; coping with assigned roles depending on dynamic group internal hierarchies in oral communication on the other hand. Nevertheless one question remains. Why should one disguise a cordial message rudely? My analysis shows two functions of Online Banter. Firstly, maximize the entertainment value of a conversation and secondly, establish an accepted online-identity.

1.  Einleitung: Das Banter-Prinzip – ein kurzer (Über-)Blick

Banter wird von Leech (1983, 144) als offensichtliche Unwahrheit und Unhöflichkeit beschrieben, die eingesetzt wird, um Verbundenheit mit dem Gegenüber zu signalisieren. Dabei müssen sich diese unhöflichen Unwahrheiten nicht zwangsläufig auf Charakteristika der Person beziehen, sondern können auch auf Handlungen oder Sachverhalte, die in einem Zusammenhang mit ihr stehen, referieren. Nahezu deckungsgleich erachte ich das sogenannte Dissen, eine interaktive Praktik in Peer-Groups männlicher Jugendlicher, die von Deppermann/Schmidt (2001) als „aggressives Sprechen“ spezifiziert wurde, das eine „Doppelstruktur von Spaß und Ernst“ aufweist: „ein Gegner [wird] in direkter und rüder Form persönlich angegriffen und...

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