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Der Mensch und seine Welt

Die philosophische Anthropologie in der Systematischen Theologie Paul Tillichs

Josef Torggler

Das Buch beschäftigt sich mit der philosophischen Anthropologie in der Systematischen Theologie Paul Tillichs, nach der der Mensch wie alles Seiende in sich eine essenzielle polare Struktur trägt und den Bedingungen der Endlichkeit untersteht. Auf der einen Seite vereint der Mensch in sich alle Dimensionen des Lebens (die anorganische, organische, psychische, geistige und geschichtliche Dimension) und kann durch seinen Geist mit allem, was ist, in Beziehung treten. Bewusstsein und Freiheit zeichnen ihn aus. Andererseits ist sein Dasein durch die polaren Gegensätze und den Zustand der Endlichkeit bestimmt und auch gefährdet. Es bedarf daher steter Bemühung um Ausgewogenheit der Polaritäten und um Besinnung auf das allem Relativen zugrunde liegende Absolute, in welchem das Seiende gründet.
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III. Kritische Stellungnahme

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Im ersten und zweiten Kapitel der vorliegenden Arbeit wurde versucht, die in der Systematischen Theologie Tillichs enthaltene philosophische Anthropologie in ihren Hauptlinien vorzustellen. Dabei war es notwendig, von der Ontologie auszugehen, da nach Tillich der Mensch in seiner spezifischen Eigenheit nur als Seiendes in seiner Beziehung zur ganzen Wirklichkeit des Seins zu erfassen und damit nur im Rahmen einer Ontologie angemessen zu beschreiben ist. Nun soll in einem dritten Kapitel zu Tillich und seiner philosophischen Anthropologie kritisch und würdigend Stellung bezogen werden. Zunächst wird dies zur Philosophie Tillichs allgemein und dann zur philosophischen Anthropologie im Besonderen erfolgen. Diese Versuche einer Stellungnahme geschehen unter Einbeziehung einiger Autoren, die entweder mit Werken über Tillich selbst oder allgemein über hier anstehende Grundfragen der Philosophie und Anthropologie an die Öffentlichkeit getreten sind.

1. Stellungnahme zur Philosophie P. Tillichs

In einer allgemeinen Stellungnahme zur Philosophie Tillichs wird zuerst darauf verwiesen, welche Strömungen und welche Denker der Geschichte der Philosophie Tillich in seiner Arbeit hauptsächlich beeinflusst haben. Sodann wird kurz seine Auffassung von Philosophie und Theologie in ihrer gegenseitigen Abgrenzung kritisch besprochen und schließlich sollen einige besondere, zentrale Schwerpunkte seiner Philosophie kritisch zur Sprache kommen.

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