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Kritikfiguren / Figures de la critique

Festschrift für Gérard Raulet zum 65. Geburtstag / En Hommage à Gérard Raulet

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Edited By Olivier Agard, Manfred Gangl, Françoise Lartillot and Gilbert Merlio

Diese Festschrift, die Gérard Raulet zu seinem 65. Geburtstag gewidmet ist, will den Dank des engeren Kreises seiner Kollegen und Schüler zum Ausdruck bringen, die von seiner Lehre und vom wissenschaftlichen Austausch mit ihm, insbesondere im Rahmen der von ihm 1982 gegründeten Groupe de recherche sur la culture de Weimar an der Maison des Sciences de l’Homme in Paris, entscheidende Anregungen erfahren haben. Die hier versammelten 27 Beiträge können nur einen bescheidenen Ausschnitt aus dem umfassenden Forschungsfeld widerspiegeln, das ihm zu seiner internationalen Anerkennung als Germanist, Ideengeschichtler und Philosoph verholfen hat.


Ce volume d’hommage dédié à Gérard Raulet à l’occasion de son soixante-cinquième anniversaire exprime la reconnaissance du cercle proche des collègues et élèves qui ont pu bénéficier de son enseignement et des échanges scientifiques entretenus avec lui, notamment au sein du Groupe de recherche sur la culture de Weimar qu’il a créé dès 1982 auprès de la Maison des Sciences de l’Homme de Paris. Les 27 contributions qui y sont réunies s’efforcent de donner un modeste reflet de l’immense champ des recherches qui lui a valu sa réputation internationale de germaniste, d’historien des idées et de philosophe.

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Anfangen und Aufhören Poetik – Rhetorik – Anthropologie: Josef Fürnkäs

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Der vorliegende Text ist aus einer Abschiedsvorlesung an der Keio-Universität zu Tokyo hervorgegangen, an welcher der Verfasser von 1998 bis 2014 gelehrt hat. Trotz gelegentlicher Korrekturen und Ergänzungen begnügt sich dieser Essay von Anfang an mit einer kursorischen Sichtung und einer intermittierenden Reflexion, deren Zusammenspiel weniger einen vorab verabredeten Gegenstand fest umreißen als offene Fragen freizulegen sucht. Dass diese offenen Fragen mit der Komplexität von biographischen und historischen Umbruchssituationen zu tun haben, annonciert schon der Titel „Anfangen und Aufhören“. Chronologische Gleichzeitigkeit, gemeinsamer kultureller Kontext sowie eine Wahrnehmung aus ähnlicher Lebens- und Bewusstseinslagerung heraus gehörten 1928 für Karl Mannheim zu den entscheidenden Bestimmungen von generationeller Vergemeinschaftung, womit er das alte „Problem der Generationen“1 soziologisch erfassen wollte. Wie eine Generationentheorie im 21. Jahrhundert unter den neuen Bedingungen von Globalisierung, Transnationalität und Transkulturalität zu denken wäre, steht heute allerdings in Frage. Zwischen Tokyo, Köln und Paris sei der Essay dem Freund Gérard Raulet gewidmet.

„Anfangen und Aufhören“ – so lautet also der Titel des vorliegenden Essays, der sich in der Tradition dieser Schreibweise seit Montaigne in actu als Versuch versteht. „Poetik“, Rhetorik“ und „Anthropologie“ nennen mit alteuropäischen, humanistischen Ausdrücken die Perspektiven, unter denen das Titel-Thema besonders beleuchtet werden soll. Trotz der dem Altgriechischen entsprungenen Bezeichnungen reflektieren diese Perspektiven aber durchaus die methodischen Entwicklungen der letzten Jahre und Jahrzehnte in unseren Humanwissenschaften. Die Literaturwissenschaft hat etwa – zum Teil riskante – Anleihen bei der Kritischen Theorie, der Diskursanalyse...

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