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Coachingbasiertes Training

Einsatzbereiche – Methodik – Sprechwissenschaftliche Studie zur Transferqualität

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Björn Fiedler

Wie können Verhaltenstrainings in Unternehmen so gestaltet werden, dass jeder einzelne Mitarbeiter genau das lernt, was er braucht, um nach dem Training sein Tagesgeschäft besser zu meistern? Der Autor dieses Buches hat sich dieser Frage zwölf Jahre lang als Forscher, Trainer und Coach gewidmet. Er bietet Personalentwicklern, Trainern und Führungskräften in diesem Buch einen wissenschaftlich fundierten, innovativen und praxisnahen Lösungsweg an. Beim coachingbasierten Training werden Coachingmethoden unter vier Augen vor der Gruppe ins Training integriert und die Vorteile beider Verfahren vereint. Anhand von zwei Trainingsdesigns, drei adaptierten Coachingmethoden und 14 Coachingsitzungen erhält der Leser eine Fülle neuer Impulse, wie persönliche Lernziele und individuelle Kommunikationssituationen in Gruppentrainings praxisnah gecoacht werden können. Gleichzeitig zeigt die qualitative Grounded Theory Studie zum Praxistransfer mit 15 Evaluationsinterviews, von welchen Erfolgsfaktoren der Transfer beim coachingbasierten Training aus Teilnehmersicht abhängt.
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Vorwort

Vorwort

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Wie lassen sich Verhaltenstrainings in Unternehmen stärker an den persönlichen Lernzielen und individuellen Kommunikationssituationen der Mitarbeiter ausrichten, um einen maximalen Praxistransfer ins Tagesgeschäft zu erreichen?

Als ich 1996 als Trainer anfing, habe ich zunächst in vielen Kommunikationstrainings hospitiert. Oft konnte ich dort beobachten, wie zu Beginn der Veranstaltung die Lernziele der Mitarbeiter abgefragt wurden. Ebenso oft spulte der Trainer danach ein vorgefertigtes Standardprogramm ab, das nicht individuell auf die Lernziele einging. Die meisten Teilnehmer waren nach so einem Training zwar einigermaßen zufrieden, aber der Praxistransfer wurde in Evaluationsbögen regelmäßig als eher gering eingeschätzt.

Meine zweite Beobachtung war die, dass einige Mitarbeiter immer wieder den Trainer unterbrachen und ungeduldig nach Tipps für konkrete, selbst erlebte Kommunikationssituationen aus ihrem Berufsalltag fragten. Die vorgefertigten Kärtchen-Rollenspiele, Fallbeispiele und Theorieblöcke, die viele Trainer damals benutzen, hatten für diese Teilnehmer anscheinend zu wenig Bezug zur eigenen Lebens- und Arbeitswelt. Herausfordernde Gesprächs- und Redesituationen mit Kunden, Kollegen oder eigenen Mitarbeitern wurden nicht oder nur unzulänglich abgebildet. Der Trainer ging meistens kurz auf die Frage ein, hatte aber wegen seines festgelegten Programms keine Zeit, situations- und lernzielbezogene Lösungswege mit dem Teilnehmer auszuprobieren oder gar einzuüben.

Meine dritte Beobachtung führte schließlich zur Idee des coachingbasierten Trainings. Immer wenn die Teilnehmer nach Tipps fragten, hatten sie offenbar selbst erlebte Gesprächs- oder Redesituationen vor Augen. Irgendwann stellte ich fest, dass die beschriebenen Situationen oft mit dem...

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