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Arthur Stadthagen – Ausgewählte Reden und Schriften 1890–1917

Edited By Holger Czitrich-Stahl

Das Buch befasst sich eingehend mit Arthur Stadthagen (1857–1917), der als erster sozialdemokratischer Jurist im Deutschen Reichstag am Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) mitwirkte. In seinen «Ausgewählten Reden und Schriften 1890–1917» wird sein politisches Wirken für eine demokratische Justiz, für soziale Gerechtigkeit und ein fortschrittliches Arbeitsrecht, für Frieden und gegen Militarismus, für eine fortschrittliche Sozialdemokratie und für demokratischen Sozialismus deutlich. Die von Czitrich-Stahl ausgewählten Reden, Schriften und Briefe geben einen repräsentativen Überblick über Stadthagens gesamte Schaffensbreite als «Anwalt der Armen und Rechtslehrer der Arbeiterbewegung» und dokumentieren sein Wirken als Politiker, Jurist und Parteirepräsentant der Sozialdemokratie im Kaiserreich Wilhelms II.
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V. Briefe

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1.Brief an Wilhelm Liebknecht vom 7. Oktober 1890221

Sehr geehrter Herr College!

Auch mir gegenüber versucht das hiesige Gericht Artikel 31 der Reichsverfassung zu verletzen. Zum 10. October 1890 habe ich heute Vorladung zur Vernehmung als Beschuldigter wegen Beleidigung – wessen, sagt die Vorladung nicht und weiß ich nicht – erhalten. Daraufhin habe ich die beiden abschriftlich anliegenden Schriftstücke an das Gericht resp. Den Ersten Staatsanwalt abgesendet. Von denselben im Volksblatt Gebrauch zu machen, stelle ich ergebenst anheim.

Gesundheitlich geht es mir erheblich besser, nur wird mir das Sprechen noch sehr sauer, weil ich am 1. October cr. eine Kehlkopfoperation habe vornehmen und den Kehlkopf noch jetzt behandeln lassen muss.

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