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Die Grenzen der Erkenntnis und dahinter

Zur Klärung der erkenntnistheoretischen Grundlage des religiösen Glaubens- Das System der Philosophie III

Abraham Ehrlich

Mit diesem letzten Band des Systems der Philosophie erreichen wir den Abschluss des systematischen Gedankengangs, der uns zum vertieften Verständnis des Wesens der Philosophie führt. Dieser Abschluss ist jedoch kein Schlusspunkt; er soll uns zurück zum Ansatzpunkt der Philosophie führen. Denn nun müsste klar geworden sein, was man mitbringen muss, um den Weg des Lebens beschreiten zu können: die Einsicht, dass man in einer Wirklichkeit lebt, die man nicht geschaffen hat, und dass man nicht in deren Zentrum steht bzw. stehen kann. Es ist gleichzeitig die Einsicht, dass unsere eigentümliche Aufgabe darin besteht, uns in diese Wirklichkeit wesensmäßig zu integrieren. Damit ist die unbedingte, verbindliche persönliche Bereitschaft zur Selbstreflexion und Selbsterkenntnis wesentlich verbunden.
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IV. Zwischen Gott, Gottesgedanken, Standpunkt der Transzendenz und Transzendenz

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1. Wir sind an den Punkt gelangt, wo es notwendig ist, die oben genannten Bestimmungen (Gott, Gottesgedanke, Standpunkt der Transzendenz und Transzendenz) von dem Standpunkt des Systems näher zu betrachten. Dabei sind wir gezwungen, diese Bestimmungen genauer zu betrachten und zu fassen, als es bis zu diesem Punkt der Fall war.

In den bisherigen Ausführungen haben wir den Ausdruck „Gottheit“ bzw. „das Göttliche“ verwendet. Diese Ausdrücke sind neutral und Bezeichnen inhaltlich ganz unverbindlich eine höhere, übermenschliche Macht, die von Menschen als solche verehrt wird.

Der Ausdruck „Gott“ steht für eine sehr konkrete Bestimmung des Göttlichen im Rahmen der monotheistischen Religionen. Von ihm kann man nur schweigen: Er ist für uns in jeder nur denkbaren Hinsicht unfassbar und unbestimmbar – es sei denn, er offenbart sich und gibt von sich etwas kund, wie wir es oben im zweiten Kapitel ausführlich beschrieben.

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