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Managementprognosen und Analystenschätzungen

Empirische Untersuchung zum Prognoseverhalten von Unternehmen und Finanzanalysten

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Kai Lehmann

Managementprognosen sind ebenso wie die Schätzungen von Finanzanalysten eine wesentliche Informationsquelle beim Kapitalallokationsprozess von Investoren. Allerdings sind sowohl Unternehmen als auch Analysten in ein verzweigtes Geflecht von Interessenkonflikten eingebettet, die eine unverzerrte Informationsvermittlung beeinträchtigen können. Vor diesem Hintergrund untersucht der Autor, inwiefern die kommunizierten Einschätzungen beider Gruppen zu finanzwirtschaftlichen Leistungsindikatoren als verlässlich angesehen werden können und welche Faktoren die Treffgenauigkeit dieser Prognosen beeinflussen. Die Analyse beruht auf der Auswertung von 3.870 Einzelprognosen von Unternehmen des HDAX und den korrespondierenden Analystenschätzungen im Zeitraum von 2005 bis 2011 und zeigt systematische Zusammenhänge im Prognoseverhalten beider Gruppen.
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Mit der Herausgabe des Deutschen Rechnungslegung Standards Nr. 15 (DRS 15) im Jahr 2004 hat das Deutsche Rechnungslegungs Standards Committee (DRSC) die HGB-Vorgaben bezüglich der konkreten Ausgestaltung der prospektiven Unternehmensberichterstattung erstmals konkretisiert. Die vorher nur vage formulierten Anforderungen hinsichtlich des Umfangs und der Qualität von zukunftsorientierten Unternehmensinformationen im Lagebericht wurden bedeutend ausgeweitet. Weil die Relevanz prospektiv ausgerichteter Finanzberichtsdaten zum Zwecke der Informationsvermittlung und damit einhergehender effizienter Kapitalallokation in der jüngeren Vergangenheit stetig gestiegen ist, kam es unlängst mit dem DRS 20 zu einer Überarbeitung der bestehenden Vorgaben. Hier wurden die Mindestanforderungen bspw. hinsichtlich des Präzisionsgrads, in dem Prognosen zu formulieren sind, bedeutend angehoben.

Die vorliegende Arbeit von Herrn Lehmann greift mit dem Themenkomplex der Managementprognosen ein auch aus praktischer Sicht zeitloses Thema auf. Herr Lehmann befasst sich insbesondere mit der Fragestellung, inwiefern die Prognoseinformationen als glaubwürdig angesehen werden können. Die Glaubwürdigkeit wurde über die ex-post feststellbare Abweichung zwischen den in den Prognoseberichten kommunizierten und später realisierten zentralen Erfolgskennzahlen operationalisiert. Herr Lehmann analysiert hierzu die Geschäfts- und Quartalsberichte der 110 HDAX-Unternehmen im Zeitraum 2005 bis 2011. Mit nahezu 4.000 Einzelprognosen, die aus den jeweiligen Prognoseberichten gewonnen wurden, fußt die Arbeit auf einer überaus breiten Basis. Dies und die langjährige Betrachtung unter Einbezug der sich in den Berichtsjahren 2008 und 2009 niederschlagenden Finanzkrise ermöglichen es, das Prognoseverhalten von Unternehmen in Abhängigkeit des gesamtwirtschaftlichen Umfelds detailliert zu analysieren. Herr Lehmann stellt unter anderem fest, dass...

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