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Symbolon

Gesellschaft für wissenschaftliche Symbolforschung e. V.

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Edited By Hermann Jung

Band 19 des Jahrbuchs SYMBOLON dokumentiert Vorträge aus unterschiedlichen Disziplinen, die bei den Jahrestagungen der Gesellschaft für wissenschaftliche Symbolforschung e. V. 2009–2011 in Ludwigshafen/Rhein und Frankfurt/Main gehalten wurden. Folgende Themenkreise werden behandelt: «Symbole von Trauer und Hoffnung» (Liebeslied als Heimatlied, Tibetisches Totenbuch, Jakobsweg, Jenseitssymbolik, kunsthistorische Phänomene, Das Wunder von Marxloh – ein Moschee-Werbefilm, Symbolbildung und Grenzsituation, Requiem), «Symbole und Zeichen domestizierter Natur I. Das Haus» (Raum und Musik, private Räume des Selbst, die Aura eines Ortes, Schreine der Götter, Weltgehäuse), «II. Sakralbau und Garten» (das Haus Gottes, das Wilde und das Gezähmte im Mittelalter, Boschs Garten der Lüste, literarische Figurationen des Gartensymbols, der phantastische Garten, die Moschee, die Gärten der Hexen und weisen Frauen), weiterhin ein Beitrag zur 40-jährigen Geschichte der Symbolgesellschaft.
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Werner Heinz Das Haus Gottes

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Werner Heinz

Vorbemerkung

Der Begriff „Haus Gottes“ findet sich auf recht verschiedenen Bedeutungsebenen. Im Alten Ägypten galt der Pharao als vom obersten Gott gezeugtes „großes Haus“. Bei den Hebräern sah man zunächst einfache Steinmale, dann das Zeltheiligtum als Wohnung Gottes. Später – es ist die Zeit des Zwölfstämmebundes Israel – wurde das gebaute „Haus Gottes“ zur Wohnstätte für den Namen Gottes, während seine Wohnung selbst im Himmel lokalisiert wurde. Den frühen Christen hingegen galt das Haus Christi resp. Gottes als Volk, als Familie Gottes. Gott selbst wurde zum Baumeister, der in der Offenbarung des Johannes exakte Daten zum Haus Gottes auf Erden, zum Himmlischen Jerusalem also, mitteilte.

Wichtige Fragestellungen führen also in die Welt des Alten Orients. Um in diesem Umfeld eine Begriffsuntersuchung durchzuführen, reichen Übersetzungen allein nicht aus; man muss einen Blick auf die jeweiligen Sprachen werfen. Es wird sicher nicht leicht fallen, mit Darstellung und Phonetik der alten Sprachen – besonders jenen des semitischen Umkreises – umzugehen. Aus diesem Grunde seien jeweils Hinweise zur Aussprache beigegeben. Dieser Beitrag führt die Untersuchungen zum Thema der „Schreine der Götter“ auf einer grundsätzlichen Ebene weiter.

1. Gott als Haus im Alten Ägypten

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