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Symbolon

Gesellschaft für wissenschaftliche Symbolforschung e. V.

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Edited By Hermann Jung

Band 19 des Jahrbuchs SYMBOLON dokumentiert Vorträge aus unterschiedlichen Disziplinen, die bei den Jahrestagungen der Gesellschaft für wissenschaftliche Symbolforschung e. V. 2009–2011 in Ludwigshafen/Rhein und Frankfurt/Main gehalten wurden. Folgende Themenkreise werden behandelt: «Symbole von Trauer und Hoffnung» (Liebeslied als Heimatlied, Tibetisches Totenbuch, Jakobsweg, Jenseitssymbolik, kunsthistorische Phänomene, Das Wunder von Marxloh – ein Moschee-Werbefilm, Symbolbildung und Grenzsituation, Requiem), «Symbole und Zeichen domestizierter Natur I. Das Haus» (Raum und Musik, private Räume des Selbst, die Aura eines Ortes, Schreine der Götter, Weltgehäuse), «II. Sakralbau und Garten» (das Haus Gottes, das Wilde und das Gezähmte im Mittelalter, Boschs Garten der Lüste, literarische Figurationen des Gartensymbols, der phantastische Garten, die Moschee, die Gärten der Hexen und weisen Frauen), weiterhin ein Beitrag zur 40-jährigen Geschichte der Symbolgesellschaft.
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Axel Voss Der phantastische Garten - die Sehnsucht nach dem Geheimnisvollen in der Landschaft

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Axel Voss

Es war im Jahr 1987, als ich die erste Folge einer Fernseh-Dokumentation mit dem Titel „Engel, Teufel & Dämonen – Das Phantastische in der Kunst“ verfolgte. Der Erzähler Heinz Dieckmann saß im Maul eines steinernen Gigantenkopfes und stellte die Frage, wie denn wohl „phantastisch“ zu definieren sei. Dieses Bild war für mich so stark und einprägend, dass ich es nie mehr vergaß. Jahre später fand ich dann ein Buch über jenen verwunschenen Ort, der den Namen Bomarzo trug und beschäftigte mich mit seiner Geschichte.

Doch zunächst zur Frage des Phantastischen: Warum gibt es phantastische Gärten?

Phantasía – „Erscheinung“, „Vorstellung“, „Traumgesicht“, „Gespenst“ – bezeichnet eine kreative Fähigkeit des Menschen zur Imagination. Aristoteles verstand unter phantasia die Vorstellung als Nachwirkung der Wahrnehmung. Die Stoiker und Epikureer unterschieden zwischen phantasia und phantasma (= Trugbild).

Italien ist seit der Antike ein Land der Gärten. Schon die alten Römer schufen legendäre Parks. Berühmt wurde beispielsweise jener des Kaisers Hadrian aus dem 2. Jh., nahe Tivoli. In der Renaissance und im Barock wurde diese Tradition wieder aufgenommen.

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