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Einführung in die Ästhetik

Eine philosophische Collage

Evelin Klein

Die Autorin bietet in ihren einführenden philosophischen Reflexionen eine Auswahl an klassischen und modernen Themen der Ästhetik: Dialektik der Aufklärung, Kunst nahe am Verstummen, Begriffsgeschichte des Schönen und andere. In zehn Kapiteln werden Zitate durch kommentierende Abschnitte verbunden. Dabei geht das Buch nicht fortlaufend argumentierend vor, sondern präsentiert sich vielmehr als Collage. Jedem Kapitel ist ein literarisches Motto vorangestellt. Es soll den Gefühlsraum zeigen, in dem sich Ästhetik dann bewegt. Gegenwärtige Kunst als kritische Instanz verweist auf die Autonomie der Ästhetik, die stets Tendenzen abwehren muss, welche sie einzuschränken oder gar zu vernichten drohen: dies waren und sind hauptsächlich autoritär-politische Vereinnahmungen.
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VI. Über den Zusammenhang ästhetischer Theorien mit der ontologischen Grundlegung philosophischer Systeme

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VI.  Über den Zusammenhang ästhetischer Theorien mit der ontologischen Grundlegung philosophischer Systeme

Der Überbau ist eine Lüge, und das Fundament eine riesige, zitternde Angst

Miller, Wendekreis des Krebses

Ästhetische Theorien, die in der philosophischen Tradition aufgetreten sind, standen immer im Zusammenhang mit der ontologischen Grundlegung philosophischer Systeme. Daher ist es für das Verständnis ästhetischer Theorien günstig, ausgewählte Informationen über ihren Zusammenhang mit den Ontologien der Tradition zu geben. Nun kann es in diesem Rahmen freilich nicht möglich sein, ausführlich in die Ontologie einzuführen.1 Daher ist es auch unmöglich, den Zusammenhang zwischen Ontologie und Ästhetik oder den nicht weniger wichtigen zwischen Ethik und Ästhetik auch nur einigermaßen befriedigend darzustellen. Ich kann daher nur eine kurze Skizze dieses Zusammenhangs unter Beachtung eines bestimmten Aspekts geben. Außerdem wird er nur auf einen Teil der Philosophiegeschichte beschränkt sein.

Ich entscheide mich für die Darstellung des Verhältnisses von Denken und Anschauung. Die Bestimmung dieses Verhältnisses war von den Eleaten an konstitutiv für die jeweilige Ontologie. Außerdem war dieses Verhältnis durchaus bedeutsam für die Art und Weise, wie man jeweils’ die ästhetischen Probleme in Sicht bekam.

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