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Industriestudie Frankfurt am Main 2013

Peter Lindner, Stefan Ouma, Max Klöppinger and Marc Boeckler

Die Industrie ist zurück. Spätestens seit der Finanzkrise erfolgt europaweit eine Neubewertung ihrer gesamtwirtschaftlichen Bedeutung und zeitgleich zeichnet sich ein verändertes Bild industrieller Produktion ab, das seinen prominentesten Ausdruck im Begriff der vierten industriellen Revolution findet. Doch welche Anforderungen sich daraus an die kommunale Industriepolitik ergeben, ist weithin unbekannt. Hier setzt die Industriestudie Frankfurt an, indem sie konsequent die Perspektive der Unternehmer und ihrer Beschäftigten einnimmt. Sie entwirft ein detailliertes und differenziertes Bild eines Sektors, der immer schwerer vom Bereich der Dienstleistungen abzugrenzen ist und ergänzt klassische Fragen der Standortbewertung um eine Netzwerk- und Wertschöpfungskettenanalyse. Darauf aufbauend werden fünf Handlungsfelder einer neuen kommunalen Industriepolitik für die Stadt Frankfurt identifiziert, deren konkreter Ausgestaltung ein übergeordnetes industriepolitisches Leitbild zugrundeliegen muss.
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KURZZUSAMMEN FASSUNG

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Kurzzusammenfassung

Die öffentliche Wahrnehmung der Industrie hat sich in den letzten Jahren stark geändert. Endogene Umbrüche wie der Trend zur Industrie 4.0, zur vernetzten Produktion, zum Urban Manufacturing oder zur fortschreitenden Verschmelzung mit dem Dienstleistungssektor haben dazu ebenso beigetragen wie die globale Finanzkrise, in deren Folge die gesamtökonomische Bedeutung des verarbeitenden Gewerbes unübersehbar wurde. Parallel dazu wandelt sich das Bild der alltäglichen Praxis industrieller Arbeit. Digitale Arbeitsumgebungen, Software Programmierung, Forschung und Entwicklung, die kreative Suche nach Einzelfalllösungen im Schnittfeld zwischen High-Tech und Handwerk sowie die Arbeit am Produktdesign rücken mehr und mehr in den Vordergrund. Für eine Neujustierung der Industriepolitik auch auf der kommunalen Ebene stellen diese Veränderungen eine Herausforderung, zugleich aber auch ein Window of Opportunity dar.

Die vorliegende Studie möchte dafür die Voraussetzungen schaffen. Sie basiert auf einer Kombination qualitativer und quantitativer Erhebungsverfahren sowie einer modularen Vorgehensweise, die es erlaubte, die thematischen Schwerpunk te kontinuierlich den Auswertungsergebnissen der jeweils vorhergehenden Arbeitsschritte anzupassen. Insgesamt konnten die Arbeitsstätten von 90% aller Beschäftigten des Frankfurter verarbeitenden Gewerbes erfasst und die Unternehmen zu mehr als 200 Standortfaktoren und Betriebsmerkmalen befragt werden. Besonderer Wert wurde bei der Analyse auf die Position der Frankfurter Industrie in transregionalen Netzwerken und globalen Wertschöpfungsketten gelegt.

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