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Deutscher Wortschatz – beschreiben, lernen, lehren

Beiträge zur Wortschatzarbeit in Wissenschaft, Sprachunterricht, Gesellschaft

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Edited By Jörg Kilian and Jan Eckhoff

Die Erkenntnisinteressen, Ansätze und Methoden der Wortschatzforschung innerhalb der germanistischen Linguistik haben sich in jüngerer Zeit grundlegend gewandelt. Der Band enthält die Beiträge der Sektion «Deutscher Wortschatz», die auf dem Deutschen Germanistentag 2013 in Kiel vorgetragen wurden. Ansätze und Methoden der Ermittlung sowie Ordnung und Beschreibung des deutschen Wortschatzes werden hier ausführlich vorgestellt. Außerdem präsentieren die Herausgeber Untersuchungsergebnisse zu Wortschatzerwerb, Wortschatzerweiterung und Wortschatzvertiefung bei Kindern und Jugendlichen mit Deutsch als Erst-, Zweit- oder Fremdsprache. Darüber hinaus stellen sie Ansätze und Methoden der Wortschatzdidaktik zur Wortschatzarbeit im Unterricht vor und berichten über Untersuchungen von Wortschätzen in unterschiedlichen gesellschaftlichen Kommunikations- und Praxisbereichen.
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Von der Klarheit und Deutlichkeit der Worte. Wortschatzarbeit und Wissensvermittlung in der aufklärerischen Sprachlehre: Tobias Heinz

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Tobias Heinz

This paper examines the relationship of vocabulary work and the exchange of expertise in pedagogy in the Age of the Enlightenment. The first chapter contours the Enlightenment based on Johann Christoph Adelung’s grammar Umständliches Lehrgebäude as a period of educational revolution and as a language project.

Chapters 2 and 3 deal with Johann Bernhard Basedow’s monumental Elementarwerk, the most important educational book of his era, and illustrate exemplarily Basedow’s methods of vocabulary work.

Heinrich Bosse begründet seine Forderung, „Bildungsgeschichte als historische Kulturwissenschaft“ zu betreiben, mit dem von ihm beklagten Auseinanderfallen von „Ideengeschichte und Schulgeschichte“.1 Dieser Mangel sei darin begründet, dass wissenschaftliche Darstellungen zur Bildungsgeschichte „nicht bei den Praktiken des Lehrens und Lernens“ ansetzten. Am Beispiel der aufklärerischen Sprachlehre möchte ich im Folgenden aufzeigen, welchen Beitrag Sprachwissenschaft und Sprachdidaktik zu einer damit eingeforderten – sprachpragmatisch akzentuierten – Kulturgeschichte leisten können, indem sie die bislang vernachlässigten Methoden der Wortschatzarbeit und Wissensvermittlung aus den historischen Quellen erschließen. Damit wird zugleich ein Charakteristikum der Epoche deutlich: ihr durchgängiger Praxisbezug. „Denn Aufklärung ist nicht nur reflexive, sondern auch transitive Aktion“.2 ← 223 | 224 →

Das erste Kapitel konturiert die Epoche der Aufklärung ausgehend von Johann Christoph Adelungs Umständlichen Lehrgebäude der Deutschen Sprache als Epoche einer Bildungsrevolution und eines Sprachprojekts. Die Kapitel 2 und 3 rücken mit Johann Bernhard Basedows monumentalem Elementarwerk das „bedeutendste pädagogische Werk seiner Epoche“3 ins Zentrum, erschlie...

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