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Fünfzig deutsche Gedichte des 20. Jahrhunderts, textnah interpretiert

Von Stefan George bis Ulla Hahn

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Christoff Neumeister

An fünfzig lyrischen Gedichten deutscher Autoren des 20. Jahrhunderts wird eine Methode textnaher Interpretation vorgeführt. Grundlage ist dabei immer eine genaue sprachliche Analyse des betreffenden Textes, wobei auch die von ihm suggerierte Kommunikationssituation, sein Aussage-, Ausdrucks- und Appellcharakter sowie sein durch bestimmte Hervorhebungsmittel erzeugtes Wichtigkeitsrelief berücksichtigt werden. In der Regel wird auch die Lebenssituation des Autors, aus der das Gedicht hervorgegangen ist, in die Betrachtung mit einbezogen. Das Ergebnis erhebt nicht den Anspruch, die allein richtige Interpretation zu sein, wohl aber den, sich konsequent innerhalb des durch den Textbefund gesetzten Verständnisrahmens zu halten und insofern einen diesem angemessenen Deutungsvorschlag zu machen.
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3 Hugo von Hofmannsthal: Terzinen über Vergänglichkeit I – III (mit Exkurs: Hofmannsthal über Zeitlichkeit und Ewigkeit und die Stufen des menschlichen Lebens)

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Terzinen über Vergänglichkeit

I

Noch spür ich ihren Atem auf den Wangen:Wie kann das sein, daß diese nahen TageFort sind, für immer fort, und ganz vergangen?

Dies ist ein Ding, das keiner voll aussinnt,Und viel zu grauenvoll, als daß man klage:Daß alles gleitet und vorüberrinnt.

Und daß mein eignes Ich, durch nichts gehemmt,Herüberglitt aus einem kleinen KindMir wie ein Hund unheimlich stumm und fremd.

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