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Globalisierung, interkulturelle Kommunikation und Sprache

Akten des 44. Linguistischen Kolloquiums 2009 in Sofia

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Edited By Maria Grozeva-Minkova and Boris Naimushin

Dieser Band umfasst 56 Beiträge in deutscher, englischer und französischer Sprache, die auf dem 44. Linguistischen Kolloquium im September 2009 an der Neuen Bulgarischen Universität in Sofia gehalten wurden. Vortragende aus Europa, Asien und Australien behandelten unter dem Thema Globalisierung, interkulturelle Kommunikation und Sprache die vielschichtigen Einflüsse der Globalisierung und der neuen Medien auf die Sprache aus unterschiedlichen Perspektiven. Fragestellungen der gegenseitigen Beziehungen zwischen Sprache und Politik, Sprache und Kultur, Sprache und Gesellschaft werden in Bezug auf die interkulturelle Kommunikation und die Entwicklungstendenzen der Sprache analysiert.
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Politolinguistik: Fachterminologisches Instrumentarium der politischen Sprache

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← 198 | 199 → Stalina Katajewa (Lipetsk)

„Die Sprache der Politik ist eine Sprache der Begriffe“[Bergsdorf 1983: 46].

Die globalen gesellschaftlichen Veränderungen Ende des 20-sten Jahrhunderts, die in den Staaten Osteuropas erfolgten, führten auch zu radikalen Veränderungen in der politischen Kommunikation und politischen Sprache in diesen Ländern. Der neue wissenschaftliche Umgang mit der politischen Kommunikation, die kritische Auseinandersetzung mit der politischen Sprache der jeweils eigenen Zeit in der globalisierenden Welt, fördert die vergleichende Analyse politischer Sprachkulturen unterschiedlicher Staaten und Systeme. Der interkulturelle Vergleich verschiedener politischer Sprachkulturen, anderer Gesellschaften und Sprachen, die Interpretation der Ereignisse im Kontext ähnlicher historischer und sozialer Konstellationen ist besonders in der Zeit nach dem Zusammenbruch der totalitären Systeme vonnöten. Mit diesen Fragestellungen befasst sich die Linguistik der politischen Sprache, die in den 90-er Jahren in Deutschland im Grenzgebiet zwischen Linguistik und Politologie konstituierte Teildisziplin der deutschen angewandten Linguistik, die den Namen Politolinguistik bekam1. Die Sprachgeschichte orientiert sich dabei nicht nur am internen Sprachsystem, sondern mehr am öffentlichen Sprachgebrauch nach dem Prinzip „Sprachgeschichte als Zeitgeschichte“2.

Aber gerade auf dem Gebiet der Politolinguistik gibt es für angehende sowie für fortgeschrittene russische Auslandsgermanisten einen erheblichen Nachholbedarf. Besonders deutlich treten diese Probleme im Bereich der Fachterminologie der neuen Teildisziplin der angewandten Linguistik. Dieses Problem ist auch von deutschen Inlandsgermanisten nicht ganz vollständig gelöst. Die metasprachliche Analyse der vorhandenen politolinguistischen Publikationen hat gezeigt, dass es, wie A. Burkhardt feststellt, „je nach Gusto und Bedarf...

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