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Globalisierung, interkulturelle Kommunikation und Sprache

Akten des 44. Linguistischen Kolloquiums 2009 in Sofia

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Edited By Maria Grozeva-Minkova and Boris Naimushin

Dieser Band umfasst 56 Beiträge in deutscher, englischer und französischer Sprache, die auf dem 44. Linguistischen Kolloquium im September 2009 an der Neuen Bulgarischen Universität in Sofia gehalten wurden. Vortragende aus Europa, Asien und Australien behandelten unter dem Thema Globalisierung, interkulturelle Kommunikation und Sprache die vielschichtigen Einflüsse der Globalisierung und der neuen Medien auf die Sprache aus unterschiedlichen Perspektiven. Fragestellungen der gegenseitigen Beziehungen zwischen Sprache und Politik, Sprache und Kultur, Sprache und Gesellschaft werden in Bezug auf die interkulturelle Kommunikation und die Entwicklungstendenzen der Sprache analysiert.
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Emotionalität und Europa. Eine lebensweltlich-biographische Perspektive

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Ein Ding als wirklich zu bezeichnenbedeutet, daß dieses Ding in einerbestimmten Beziehung zu uns selbststeht. (Alfred Schütz 1945/2003ASW V.1: 181)

Europa zu definieren ist ein schwieriges Unterfangen:

Europe is a term that cannot be reduced to a geographical, a civilizational or a political form, for it is all three together. As a civilization, it emerged out of the Roman pan- EuroAsian Mediterranean civilization; as a continent, it occupies an uncertain space on the Eurasian landmass somewhere between Madera and Cyprus or between Iceland and Malta to take the outer reference points; as a political entity it has been shaped by the internal struggles between empires and states that followed from the Carolingian Empire, whose geopolitics effectively defined what has come to be known as western Europe. (Delanty/Rumford 2005: 34)

Während Delanty und Rumford (2005) die geographische, kulturell-zivilisatorische und politische Dimension Europas in der Summe als definitorische Merkmale Europas heranziehen, zeigt Norman Davies (1996) schon in seiner Einführung zu Europe: A History, dass keine dieser Dimensionen sich eindeutig und klar umrissen fassen lässt, sondern dass jede einzelne historisch gewachsen und diskursiv gebunden und damit variabel ist. „For more than five hundred years the cardinal problem in defining Europe has centred on the inclusion or exclusion of Russia“(Davies 1996: 10). Allein ob die Staaten des früheren Russland Teil Europas sind, tangiert alle drei genannten Dimensionen und stellt sie...

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