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Identitätskonstruktionen russlanddeutscher Mennoniten im Spiegel ihrer Literatur

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Lilli Gebhard

Russlanddeutsche Mennoniten gehen in der öffentlichen Wahrnehmung in der Gruppe der Russlanddeutschen und Aussiedler auf. In ihren Selbstbeschreibungen grenzen sie sich jedoch stark von anderen ab. Ihre Besonderheiten zeigen sich in der Menge dessen, was innerhalb der Gruppe gesagt und gedacht werden kann, und finden ihren Niederschlag in ihrer Literatur. Für die Analyse dieser Identitätskonstruktionen wird der diskursanalytische Zugang mit einer Dichten Beschreibung (Clifford Geertz) verknüpft. Mit der Dichten Beschreibung der Literatur wird ein Instrument gewonnen, mit dem der Referenzrahmen bestimmt werden kann, der sich hinter der verwendeten Kollektivsymbolik verbirgt. Damit wird ein bisher unbekannter Textkorpus mit einer innovativen Methodik erstmals untersucht.
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7. Zusammenfassung und Ausblick

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7. Zusammenfassung und Ausblick

Eine Möglichkeit, die Dichte Beschreibung der Literatur in weiteren Forschungsarbeiten einzusetzen, wurde im vorangegangenen Kapitel bereits erläutert. Im Folgenden werden die wesentlichen Ergebnisse dieser Arbeit zusammengefasst und es wird gezeigt, wie die Ergebnisse in anderer Form, sowohl inhaltlich als auch methodisch, aufgegriffen und fortgeführt werden können.

In dieser Arbeit ging es darum, Konstruktionen von Identität anhand von Literatur zu untersuchen. Bei diesem Themenkomplex stellt sich zwangsläufig die Frage nach dem Zusammenhang zwischen einem Text und seiner außertextlichen Umwelt. Die außertextliche Umwelt ist relevant, weil in ihr Identität geschaffen und bestätigt wird,1492 doch es ist zu fragen, inwiefern literarische Texte Teil dieses Prozesses sind. Eine im Rahmen dieser Arbeit dargestellte wesentliche Verknüpfung zwischen Identität und Literatur stellt die angenommene Dialogizität der Texte dar.1493 Texte sind in ihrem jeweiligen Entstehungskontext verhaftet und werden durch ihn bedingt. Dabei ist ein Text immer mit beeinflusst durch die Texte, die ihn umgeben. Teil des Entstehungskontextes ist jedoch auch der kulturelle Raum, in dem ein Text entsteht und in den er hinein wirkt. Diese Überlegungen, anhand von Bachtin und Kristeva dargestellt, stützen die Annahme, dass Konstruktionen von Identität mittels Literatur untersucht werden können.

Um nun eine Methode zu finden, die bei der Extraktion der Identitätskonstruktionen aus Texten hilfreich ist, wurden diskursanalytische Ansätze überprüft.1494 Dabei wurde festgestellt, dass einer diskursanalytischen Herangehensweise basalere Schritte vorangestellt werden müssen,...

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