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Prädiktoren von Aggression

Eine Untersuchung der Faktoren Wahrnehmung und Regulation von Emotionen, Ambiguitätstoleranz, Selbstwertschätzung und Selbstwertdiskrepanz bei Patienten aus der Forensischen und der Allgemeinen Psychiatrie

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Christian Fischer

Aggression ist ein Phänomen, mit dem sich bereits zahlreiche Disziplinen der Psychologie beschäftigt haben. Auch wenn in der aktuellen Berichterstattung der Medien der Eindruck entstehen mag, dass aggressives Verhalten ein Merkmal der aktuellen Gesellschaft ist und fortwährend zunimmt, so nimmt Aggression keine Sonderrolle im menschlichen Verhaltensspektrum ein. Ebenso wenig handelt es sich um ein Phänomen der aktuellen Zeit. Dennoch stellt sich die Frage, warum einige Personen vermehrt zur Aggression neigen. Nach einer Übersicht zu psychologischen Theorien zur Erklärung von Aggression und Methoden zur Aggressionsmessung, wird mit den Ergebnissen einer Untersuchung bei Patienten aus der Forensischen und der Allgemeinen Psychiatrie das komplexe Zusammenspiel einzelner Persönlichkeitsmerkmale wie Selbstwertschätzung, Impulsivität, Ambiguitätstoleranz sowie der Faktoren Wahrnehmung und Regulation von Emotionen aufgezeigt. Neben dieser wechselseitigen Beeinflussung der einzelnen Prädiktoren, die von der oftmals trivialen Betrachtung von 1:1-Beziehungen einzelner Prädiktoren von Aggression abrät, ergaben sich weitere Ergebnisse. Diese gehen teilweise über die gängige Literatur hinaus und geben sowohl Anstöße für weitere Untersuchungen von Aggression als auch für die Praxis bei Diagnostik und Therapie (z. B. die Unterscheidung zwischen funktionaler und dysfunktionaler Impulsivität, Einfluss der Ambiguitätstoleranz).
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8 Ergebnisse

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8.1 Deskriptive Beschreibung der Stichprobe

An der Untersuchung nahmen 104 Probanden teil, dabei kamen 50 Personen aus der Forensischen Psychiatrie und 54 Personen, die die Vergleichsgruppe bildeten, wurden von einer Rehabilitationsstation für Suchterkrankungen rekrutiert.

Das durchschnittliche Alter der 104 Probanden betrug im Mittelwert 36,3 Jahre (SD = 9,9 Jahre) und bewegte sich in einem Bereich von 18 bis 59 Jahren. Die Mehrzahl der Probanden (n = 99) wuchs bei den leiblichen Eltern auf, lediglich 5 Personen sind bei Adoptiveltern aufgewachsen. Ein Heimaufenthalt während der Sozialisation wurde von 17 Probanden angegeben, 4 Probanden gaben zusätzlich an, dass sie später noch im Jugendwerkhof waren.

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