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Sprachvariation und Sprachreflexion in interkulturellen Kontexten

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Edited By Corinna Peschel and Kerstin Runschke

Linguistik und Sprachdidaktik müssen sich, wollen sie auf der Höhe der wissenschaftlichen Entwicklung bleiben, einiger zentraler Aspekte annehmen. Drei der wichtigsten sollen in diesem Band in ihren Zusammenhängen beleuchtet werden: Sprachvariation, Sprachreflexion und interkulturelle Kommunikation. Diese Trias eröffnet gerade in ihrem Zusammenspiel eine Fülle spannender linguistischer und didaktischer Fragestellungen. Neben der Rolle der Variation im heutigen Deutsch und den daraus folgenden didaktischen Konsequenzen werden neue Aspekte der Sprachreflexion betrachtet. In Zeiten eines immer stärker multikulturell geprägten Europa müssen – in Gesellschaft und Schule – auch Fragen der Sprachvariation und -reflexion noch stärker unter einem interkulturellen Aspekt betrachtet werden.
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Die Wischiwaschi-Regel

Abstract

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The paper focusses on a type of word formation that is rather underrepresented in current research: reduplications. It is discussed in how far these constructions can be described in terms of usual word formation rules. The author carves out a general type of construction and investigates corresponding semantic(, stylistic) and pragmatic features.

Wenn Sie den Titel lesen, haben Sie vielleicht die Idee, er sei kritisch gedacht und spiele an auf die meist vergeblichen Versuche von Linguisten, sprachliche Phänomene in Regelformulierungen zu fassen. Das wird hier nebenbei auch eine Rolle spielen, aber im Fokus steht wirklich die Bildung solcher Wörter wie Wischiwaschi.

In der Forschung und der einschlägigen Literatur findet man hierzu kaum Präzises, behaupte ich. Die Wortbildungslehre war daran interessiert, Wortbildungen und ihnen zugrundeliegende Muster regulär zu erfassen. Dazu wurden Lexeme und Fixe kategorisiert, sodass präzise Regeln formulierbar wurden, etwa Regeln wie (1) oder Muster wie (2):

Etwas weicher wurden Wortbildungstheoretiker schon, wenn es um reguläre Bedeutungsfestschreibungen ging, wenngleich auch hier die Fehlversuche Legion sind.1 ← 29 | 30 →

In neuerer Zeit gibt es Versuche, von der streng regulären Darstellung etwas abzukommen und stattdessen semantische Gesichtspunkte in den Vordergrund zu bringen.2

Wenn Sie keine Wortbildungsregel für die Wischiwaschi-Bildung3 finden, so hängt das weniger damit zusammen, dass es keine gäbe, sondern eher vielleicht damit, dass die Regel nicht so kategorial zu fassen ist, vor allem auch deshalb, weil hier nicht...

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