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Sprachwissenschaft für den Alltag

Ein Kompendium- Unter Mitarbeit von Alexander Gräbner- 3., aktualisierte und erweiterte Ausgabe

Hartmut Heuermann

Wir lieben unsere Sprache. Aber kennen wir diese scheinbar so selbstverständliche Sache, mit der wir täglich umgehen? Wissen wir, welch vielschichtiges Gebilde sie in Wirklichkeit darstellt? Ahnen wir die Mannigfaltigkeit und die Feinheiten, die sie offenbart, sobald man die Oberfläche verlässt und den Phänomenen auf den Grund geht? Was zum Beispiel ist ein Symbol, und wie unterscheidet es sich von einer Metapher? Was versteht man unter Ethnolekt, und was ist seine Beziehung zum Idiolekt und Dialekt? Was hat es mit Pidgin auf sich? Sprachwissenschaft für den Alltag ist ein Kompendium, das sprachwissenschaftliches Wissen für den Hausgebrauch vermittelt. In dieser dritten, aktualisierten und erweiterten Ausgabe, die gegenüber der zweiten Auflage nochmal erweitert und ergänzt ist, werden über 230 Schlüsselbegriffe erläutert, die das Medium dem Nutzer näherbringen und der Welt der Sprache Profil verleihen. Eine praktische Handreichung für alle, die mit Sprache umgehen und ihre Kenntnisse verbessern möchten. Eine nützliche Lektüre zu einer Zeit, in der es um die deutsche Sprache offenkundig nicht zum Besten steht.
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Deklination

siehe Kode, Enkodierung, Dekodierung

Von gr. demos = Volk + agein = führen. Dieser Begriff wurde ursprünglich, nämlich in der griechischen Polis, positiv verstanden. Zur Zeit des Perikles (ca. 490 v. Chr.) war er sogar ein Ehrentitel, und Demagoge bedeutete Volksführer. Heute wird er fast ausschließlich abwertend im Sinne von Volksverführer oder Volksverhetzer benutzt. Als Demagogen werden Redner bezeichnet, die ihre Redekunst zum Zweck der Verführung der Massen einsetzen, wobei die Ziele stets politisch-ideologischer Art sind. Sie dienen letztlich dem Machtzuwachs der Redner und den von ihnen vertretenen Weltanschauungen. Der Erfolg solcher Verführung basiert auf dem geschickten Einsatz rhetorischer Mittel, die wesentlich der → Persuasion des Publikums dienen. Sie versuchen, die kritische Vernunft der Zuhörer auszuschalten und deren niederen Instinkte und Leidenschaften zu wecken, um sie auf ihre Seite zu ziehen. Das kann durch populistische Parolen, durch Schmeichelei, Verunglimpfung, Aufstachelung, Dramatisierung, Lügen, Drohung, Prophezeiung o. ä. geschehen. Der Begriff der Demagogie berührt insofern den der → Propaganda, als beide sich auf politische Beeinflussung der Massen beziehen. Allerdings hat Demagogie im Sinne von Volksverhetzung (nach § 130, Abs. 1 Strafgesetzbuch) eine strafrechtliche Dimension, die Propaganda nicht hat. Die schlimmsten Demagogen in der politischen Geschichte Deutschlands waren der Reichspropagandaminister Josef Goebbels und der „Führer“ Adolf Hitler.

(zusammengezogen aus Deutsch und Englisch) dient als populärer Begriff zur Bezeichnung einer Mischsprache, in der das lexikalische System der deutschen Sprache zunehmend von englischen Wörtern, Begriffen, Floskeln, Slogans und Idiomen infiltriert...

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