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Migration und kulturelle Diversität

Tagungsbeiträge des XII. Internationalen Türkischen Germanistik Kongresses- Bd. II: Sprachwissenschaft und Sprachdidaktik

Edited By Metin Toprak and Imran Karabag

Während im ersten Band die literatur- und übersetzungswissenschaftlichen Beiträge des XII. Türkischen Internationalen Germanistik Kongresses im Mai 2014 (Kocaeli/Türkei) dokumentiert waren, versammelt der zweite Band dementsprechend die Beiträge aus den Bereichen Sprachdidaktik und Sprachwissenschaft. Auch die in diesem Band präsentierten Beiträge aus dem Bereich der Sprachwissenschaft sind vielfältig, knüpfen aber in aller Breite an den Titel des Kongresses an. Migration und kulturelle Diversität spiegeln sich nicht nur in der Literatur, sondern auch in der Sprache wider, aus der die Literatur schöpft. Infolgedessen kann man die Veränderungen der Sprache und des Spracherwerbs in verschiedenen neuen Ansätzen innerhalb des DaF-Unterrichts wiederfinden.
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Der Einfluss der Migration auf die Sprache

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Einleitung

Seit den ersten Anfängen der Menschheit sind Mobilität und eng damit verbunden Migration als kulturübergreifende Phänomene auf allen Kontinenten und in allen Nationen zu sichten. Ziel dieser Arbeit ist es, sich infolgedessen zum Einen mit dem Begriff der Migration auseinanderzusetzen und zum Anderen den Einfluss der Migration mit Beispielen aus der Vergangenheit und Gegenwart, auf Kultur und Sprache darzustellen.

Als Migration wird im Allgemeinen die dauerhafte oder vorübergehende Übersiedlung der Menschen von ihren Geburtsorten zu anderen Orten definiert. Die Geschichte der Migration hat eine lange Vergangenheit. Nach Haarmann geht die Migrationsgeschichte zurück auf prähistorische Zeiten (seit 40.000 Jahren) (Haarmann 2006: 90). Diese ersten Migrationen gingen überwiegend vom südostasiatischen Festland aus. Und nach dieser Massenmigration wird die zweite Migrationswelle zwischen ca. 1500 und 1000 v. Chr. angesetzt. Diese zweite Migrationswelle ging von der Ostküste Neuguineas aus in verschiedene Richtungen (ebd.). Die Menschen übersiedeln schon seit tausenden von Jahren sowohl in ihrem Vaterland als auch in der Welt zu anderen Orten. Diese Definition führt uns zu den Begriffen Binnen- und Außenmigrationen. Binnenmigration oder interne Migration ist eine Migration an den Landgrenzen, d. h. innerhalb eines Staates. Außenmigration ist dagegen eine internationale Migration zwischen Ländern. Internationale Migration kann im Allgemeinen nach fünf Zielgruppen unterschieden werden. Die Zielgruppen einer internationalen Migration sind:

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