Show Less
Restricted access

Mittelalterliche Bibelhandschriften am Niederrhein

Gerhard Karpp

Das Buch führt am Beispiel der Düsseldorfer Bibelhandschriften des 9. bis 15. Jahrhunderts, die aus Klöstern und Stiften am Niederrhein stammen, in die handschriftliche Überlieferung der Bibel im Mittelalter ein. Eine Besonderheit dabei ist, dass diese 18 Handschriften zweifach beschrieben werden: im I. Teil allgemeinverständlich für Interessierte und Freunde des alten Buches, versehen mit historischen und handschriftenkundlichen Erläuterungen und einigen Beigaben; im II. Teil als Quellen für Wissenschaftler zahlreicher Fachgebiete und methodisch nach den international anerkannten Richtlinien der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Aufschlussreich ist das Lesen beider Beschreibungen derselben Handschrift, um die Methoden kennenzulernen, die zu den Ergebnissen moderner wissenschaftlicher Handschriftenforschung führen. Das Buch kann auch als eine Art Einführung in die mittelalterliche Handschriftenkunde gelten. Auf Bildmaterial wird verwiesen.
Show Summary Details
Restricted access

Vorwort

Extract



Es ist ungewöhnlich, dass sich ein Buch gleichzeitig an zwei sehr unterschiedliche Leserkreise wendet. Doch damit berücksichtigt der Band, dass mittelalterliche Handschriften nicht nur Forschungsgegenstand für Wissenschaftler zahlreicher Fachgebiete sind, sondern auch Beachtung bei vielen anderen Interessierten und Freunden des alten Buches finden. Diesem erfreulichen Bildungsinteresse kommen Bibliotheken gerne durch Führungen, Präsentationen, Ausstellungen und verschiedenartige Veröffentlichungen entgegen. Deshalb hat diese Publikation zwei Teile, in denen dieselben Handschriften jeweils mit Blick auf die verschiedenen Leser unterschiedlich beschrieben sind: allgemeinverständlich, z.B. mit historischen und handschriftenkundlichen Erläuterungen, im I. Teil. Die sich im II. Teil anschließenden fachlichen Beschreibungen folgen den Richtlinien der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), wie sie seit 1960 in der Regel in hiesigen Handschriftenkatalogen aller Fachgebiete angewendet werden. Reizvoll mag es für manchen Nichtfachmann sein, beide Texte zu derselben Handschrift zu lesen und einen Einblick in die Arbeitsweise zu erhalten, die zu den Ergebnissen dieser wissenschaftlichen Handschriftenbeschreibungen führt. Sie entstanden nach und nach in Düsseldorf zwischen 1984 und 1992, wurden aber seitdem dort nicht veröffentlicht. Daher habe ich die von mir verfassten und verantworteten Beschreibungen dieser Bibelhandschriften überarbeitet und aktualisiert, damit sie allen Interessierten zugänglich werden.

Das Buch möchte eine Einführung geben in die handschriftliche Überlieferung der Bibel im Mittelalter am Beispiel der Düsseldorfer Bibelhandschriften. Sie stammen alle aus dem Vorbesitz von Klöstern und Stiften am Niederrhein, die ihre Bibliotheken in Folge der Säkularisation 1803 an die Düsseldorfer...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.