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Dimensionen des Deutschen in Österreich

Variation und Varietäten im sozialen Kontext

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Edited By Alexandra N. Lenz, Timo Ahlers and Manfred M. Glauninger

Die Beiträge in diesem Buch reflektieren eine ertragreiche linguistische Auseinandersetzung mit dem schillernden Spektrum an Erscheinungsformen und Funktionen der deutschen Sprache in Österreich. Dabei wird ein breiter thematischer Bogen aufgespannt. Neben Untersuchungen der vertikalen Variation erfolgt die Fokussierung von Variationsphänomenen auf einzelnen sprachlichen Systemebenen. Problemstellungen im Kontext der Plurizentrizität bzw. Pluriarealität des Deutschen finden ebenso Berücksichtigung wie Fragen im Zusammenhang mit Sprachkontakt und Mehrsprachigkeit.
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Csaba Földes: Österreichisches Deutsch in der bilingualen Lexikographie. Eine exemplarische Untersuchung

1Themenstellung und Zielsetzung

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Österreichisches Deutsch in der bilingualen Lexikographie. Eine exemplarische Untersuchung

Csaba Földes

In der zeitgenössischen Sprachwissenschaft rückt sowohl in der deutschsprachigen Forschungsliteratur (vgl. Lenz / Mattheier 2005) als auch im wissenschaftlichen Diskurs anderer Sprachen (vgl. Kiesling 2011) nicht nur die Vielfalt von Sprachen, sondern zunehmend auch die Vielfalt in den Sprachen ins Forschungsinteresse, so sei z. B. auf das soziolinguistische Konzept des Deutschen als plurizentrische (oder plurinationale, pluriareale) Sprache (z. B. Dürscheid / Elspaß / Ziegler 2011: 123 ff.; Schmidlin 2013: 23 ff.) oder auf das Erkenntnismodell der Sprachdynamik (z. B. Schmidt / Herrgen 2011: 20) verwiesen. Deshalb gehört die standardsprachliche Variation des Deutschen nun zu den frequenten Forschungsthemen der gegenwärtigen Linguistik.1 In diesem Spannungsfeld behandelt der vorliegende Beitrag das Kulturphänomen deutsche Sprache in Österreich aus der Außenperspektive.2 Betonte doch kürzlich Adamcova (2011: 150), dass „nationale Varianten […] stets hochaktuell – besonders unter den Auslandsgermanisten“ sind. Hierbei fallen noch immer zahlreiche Wissensdefizite, Widersprüche, Verwechslungen oder gar Irritationen im Hinblick auf Einordnung und Einschätzung des österreichischen Deutsch3 (im Weiteren: ÖD) auf. Beispielsweise wird das ÖD oft nicht als Standardvarietät wahrgenommen, wie z. B. in den Aussagen von Bodolay / Kiss / Kósik (2006: 85), die hier eine Opposition wähnen: „[…] im Standarddeutschen und in der österreichischen deutschen Sprache […]“ oder „[…] verglichen mit dem Standarddeutschen ist im österreichischen Deutsch der Anteil der ungarischen Lehnwörter höher“ (2006: 85) – übersetzt von mir: C. F. In diesem Zusammenhang halten Nicht-...

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