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Franz Brentano-Carl Stumpf: Briefwechsel 1867–1917

Unter Mitarbeit von Thomas Binder

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Edited By Margret Kaiser-El-Safti

Mit diesem Band liegt erstmals seit fast hundert Jahren eine Veröffentlichung des Briefwechsels zwischen Franz Brentano und Carl Stumpf vor. Die beiden Philosophen gelten als Wegbereiter der international und interdisziplinär konzipierten phänomenologischen Bewegung, die Stumpfs Beitrag infolge seines stark musikpsychologisch relevanten Ansatzes bislang nicht angemessen rezipierte. In einer Zeit radikaler Paradigmenwechsel in der Wissenschaftsentwicklung vermitteln die Briefe Wendepunkte in der zunächst gemeinsam, später kontrovers vertretenen Idee von einer neuen wissenschaftlichen Philosophie, die heute noch aufschlussreich sind für das Verhältnis von Philosophie und Psychologie. Die Briefe lassen aber auch die persönlichen, zum Teil dramatischen Hintergründe dieses wohl einmaligen Freundschaftsverhältnisses erkennen.
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1887 (Dok. 195–201)

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DOK. 195

Brentano an Stumpf

1. Januar 1887, Wien

Lieber Freund!

Von Herzen erwidere ich Ihre Wünsche und nehme an allem Guten und Üblen, wovon Sie berichten Teil. Möchten Ihre Sorgen wegen der Kinder bald sich heben und Ihre Arbeiten, von welchen Sie mir einige Nebenschösslinge so freundlich schickten, Ihnen unter den Händen wie bisher gedeihen und frohe Früchte bringen!

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