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Interferenzfehler deutschlernender Aserbaidschaner

Morpho-syntaktische und lexiko-semantische Interferenzfehler beim gesteuerten und ungesteuerten Fremdsprachenerwerb

Pari Isakova

Bis Anfang der 1990er Jahre war die Erforschung des Deutscherwerbs der Aserbaidschaner aus politisch-historischen Gründen ausschließlich aus der Perspektive des Deutschen als Fremdsprache möglich. Mit der Wende und der Migration der ehemaligen Sowjetbürger, darunter auch Aserbaidschaner, in die BRD bekam Deutsch für die aserbaidschanischen Einwanderer auch den Status des Deutschen als Zweitsprache. Die aus einem theoretischen und einem empirischen Teil bestehende Arbeit erforscht den Einfluss des Aserbaidschanischen als Muttersprache auf den Erwerb des Deutschen sowohl als Fremd- als auch Zweitsprache. Unter anderem geht sie der Frage nach, ob sich die Interferenzfehler der aserbaidschanischen Deutschlernenden beim gesteuerten und ungesteuerten Fremdsprachenerwerb voneinander sowohl qualitativ als auch quantitativ unterscheiden.
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9. Auswertung der Ergebnisse der empirischen Untersuchung

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In der vorliegenden Arbeit wurden 214 Fehlerbeispiele aus den beiden Korpora auf ihre Interferenz hin kontrastiv analysiert. Nach der kontrastiven Analyse der registrierten Interferenzfehler in den Sprachbereichen Morpho-Syntax und Lexiko-Semantik wird nun ein Versuch unternommen, die Ergebnisse der Datenerhebung zusammenzufassen sowie sie qualitativ und quantitativ auszuwerten.

Den Ausgangspunkt der statistischen Analyse stellt die Summe der Zahl der in den verfassten Texten gebrauchten Wörter dar. Deswegen wurde zuerst die Zahl der geschriebenen Wörter und der Gesamtfehler (orthographische, morpho-syntaktische, lexiko-semantische Fehler) pro Korpus festgestellt. Die orthographischen Fehler müssen dabei außer Acht gelassen werden, da sie nicht den Untersuchungsgegenstand dieser Arbeit bilden.

Die Probanden der ersten Untersuchungsgruppe (DaF) haben insgesamt für 30 Texte 4 032 Wörter gebraucht, während die Zahl der Wörter in den Texten der zweiten Gruppe (DaZ) 3 236 Wörter beträgt. Insgesamt wurden im 1. Korpus (DaF) 770 Fehler, im 2. Korpus (DaZ) 890 Fehler ermittelt. Das Verhältnis zwischen der Zahl der geschriebenen Wörter und der Zahl der Fehler stellte die Fehlerdichte dar, die in Prozent ausgedrückt wird (s. Tabelle 1., 2.)

Danach wurden die vorhandenen Fehler einzelnen Sprachebenen zugeordnet: der orthographischen, morpho-syntaktischen, und lexiko-semantischen. Da die orthographischen Fehler nicht im Mittelpunkt dieses Forschungsvorhabens stehen, werden sie in dieser Arbeit nur quantitativ erfasst, ohne weiterhin beschrieben oder auf die Fehlerursache hin analysiert zu werden.

← 121 | 122 → Tabelle 3: Prozentualer Anteil der Fehler in den drei linguistischen Bereichen in beiden Korpora...

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