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Management in sozialen Organisationen: Leitung von Teams und teilautonomen Arbeitsgruppen

Theoretische Grundlagen und 12 Fallbeispiele aus der Sozialen Arbeit

Kurt Possehl

In sozialen Organisationen ist die Leitung von Teams und teilautonomen Arbeitsgruppen die unterste Führungsebene. Das Buch fokussiert diese und die nächsthöheren Leitungsebenen. Die Erörterung der theoretischen Grundlagen umfasst ausgewählte Aspekte von Arbeitsgruppen und Organisation, Gruppendynamik, Handlungs- und Entscheidungstheorie und Leitungstätigkeit. Zwölf bearbeitete und kommentierte Fallbeispiele aus der Praxis von Teamarbeit demonstrieren die gedankliche Integration der theoretischen Grundlagen zur – hypothetischen – Problembewältigung im konkreten Fall. Schwerpunkte hierbei sind die Analyse komplexer Teamsituationen und -abläufe, die gedankliche Entwicklung möglicher Interventionen und die nachfolgende Entschlussfassung zum Handeln.
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Der Entschluss zu diesem Buch ist aus einem Projekt zur Teamarbeit im Hauptstudium über drei Semester in den Jahren 2004/2005 am Fachbereich Sozialwesen der Hochschule Bremen entstanden. Vorliegendes Buch ist aber kein Projektbericht, wiewohl manche Überlegungen zum und im Projekt auch für das Buch von Bedeutung sind und insofern im Buch gelegentlich auf das Projekt zurückgegriffen wird. Die Herkunft aus einem Hochschulprojekt begründet die Verknüpfung von theoretischen Anteilen, Erfahrungsanteilen und didaktischen Hinweisen.

Ausgangspunkt des Projekts war Teamarbeit. Diese ist keine Erfindung der Neuzeit und hat sich erst recht nicht „aus der Gruppenarbeit (groupwork) als Methode der sozialen Arbeit entwickelt“, wie es in einer Veröffentlichung des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge (2002, 7) steht. Es lassen sich unzählige historische Beispiele anführen, die den Schluss auf ausgefeilte und gelingende Teamarbeit weit zurück in der Geschichte der Menschheit zulassen (für die Steinzeit z. B. Ahrens 1990, 77 f.; Gutbrod 1975, 55; für das Mittelalter z. B. Blumenthal 1999; Schock – Werner 1999); das ist schließlich auch nicht verwunderlich, da der Mensch bereits aus biologischen, nämlich Überlebensgründen auf Gruppenzugehörigkeit und wirksames Wirken in Gruppen angewiesen ist. Kernelemente von Teamarbeit, z.B. angemessene Kommunikation, Koordination und Kooperation, sind unerlässliche Erfolgsvoraussetzungen zum Überleben gewesen. Insofern scheint Teamarbeit als das koordinierte Zusammenwirken mehrerer Individuen in direkter Interaktion zur Erreichung gemeinsamer Ziele zur (evolutions-) biologischen Grundausstattung des Menschen zu gehören. Ich wage sogar die Hypothese, dass...

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