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Management in sozialen Organisationen: Leitung von Teams und teilautonomen Arbeitsgruppen

Theoretische Grundlagen und 12 Fallbeispiele aus der Sozialen Arbeit

Kurt Possehl

In sozialen Organisationen ist die Leitung von Teams und teilautonomen Arbeitsgruppen die unterste Führungsebene. Das Buch fokussiert diese und die nächsthöheren Leitungsebenen. Die Erörterung der theoretischen Grundlagen umfasst ausgewählte Aspekte von Arbeitsgruppen und Organisation, Gruppendynamik, Handlungs- und Entscheidungstheorie und Leitungstätigkeit. Zwölf bearbeitete und kommentierte Fallbeispiele aus der Praxis von Teamarbeit demonstrieren die gedankliche Integration der theoretischen Grundlagen zur – hypothetischen – Problembewältigung im konkreten Fall. Schwerpunkte hierbei sind die Analyse komplexer Teamsituationen und -abläufe, die gedankliche Entwicklung möglicher Interventionen und die nachfolgende Entschlussfassung zum Handeln.
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4. Durchführung von Teamsitzungen: Ablaufmodelle

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Schrapper/Thiesmeier (2004) betonen für sozialpädagogische Fallarbeit die Bedeutung methodischen, also systematischen und regelgeleiteten Arbeitens (S. 121) und bezeichnen die Absicherung eines geregelten Verfahrens bzw. die Sicherstellung der Struktur des Prozesses als Leitungsaufgabe (S. 129). Die funktionale Gestaltung der Arbeitsprozesse im Team, insbesondere der Problemlöse-, Entscheidungsfindungs- und Planungsprozesse wird nunmehr in den Mittelpunkt der Betrachtung gestellt.

Ablaufmodelle sind checklistenartig aufgebaute Hilfsmittel, die die methodisch geregelte Steuerung der Problemlöse-, Entscheidungsfindungs- und Planungsprozesse und der damit verbundenen Denkprozesse im Team unterstützen, unabhängig davon, wie die Leitung der Teamsitzungen organisiert ist bzw. wer welche Leitungsfunktionen wahrnimmt. Sie sind Grundmuster der Problemlösung, die durch den Nutzer an seine jeweilige konkrete Situation durch Modifikation, Ergänzung oder Auslassung angepasst werden können.

Die Orientierung an Ablaufmodellen bietet einen Rahmen für methodisch geregelte Steuerung der Problemlöse-, Entscheidungsfindungs- und Planungsprozesse, innerhalb dessen unterschiedliche Eingriffe in den Teamprozess, durch wen auch immer und auch auf der gruppendynamischen Ebene, notwendig werden können und die implizit oder explizit bereits angesprochen worden sind, z.B.:

-- Förderung von Meinungsvielfalt in allen Problemlösephasen als wesentliche kognitive Voraussetzung guter Problemlösungen in der Gruppe.

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