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Gleichgewichtsmodelle mit unscharfen Preisinformationen

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Daniel Stubbe

In der volkswirtschaftlichen Gleichgewichtstheorie herrscht zur Modellierung von Preisunsicherheit die Wahrscheinlichkeitstheorie vor. Diese Arbeit verfolgt einen alternativen Ansatz unter Verwendung sogenannter unscharfer Mengen (Fuzzy Sets). Die Untersuchung beginnt mit der Vorstellung einer Entscheidungstheorie auf Grundlage dieser unscharfen Mengen. Im weiteren Verlauf stellt die Arbeit verschiedene Gleichgewichtsmodelle unter Verwendung dieser Entscheidungstheorie vor. Schwerpunkt jedes Modells ist das Herausarbeiten von Bedingungen, die jeweils die Existenz eines Gleichgewichtes sichern. Es stellt sich heraus, dass Risikoaversion in allen Modellen eine wichtige Bedingung ist.
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1 Einleitung

← 6 | 7 →Kapitel 1

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Ökonomische Entscheidungen sind durch Unsicherheit geprägt. In der vorlie-genden Arbeit untersuchen wir die Auswirkungen von Preisunsicherheit auf Gleichgewichte von Güter- und Finanzmärkten. Infolge der Preisunsicherheit beeinflussen Erwartungen das Verhalten von Anbietern und Nachfragern auf diesen Märkten. Wir untersuchen dieses Verhalten bei Preiserwartungen in Form unscharfer Mengen. Das Konzept unscharfer Mengen fand unseres Wissens in der bisherigen Literatur zur Gleichgewichtstheorie noch keine Verwendung.

In diesem einleitenden Kapitel ordnen wir zunächst unseren Beitrag in die bisherige Forschung ein. Dazu erläutern wir die grundsätzliche Fragestellung der Gleichgewichtstheorie und geben einen Literaturüberblick. Insbesondere gehen wir auf die um Unsicherheit erweiterten Modelle ein. Auf der Grundlage der bisherigen Forschung erläutern wir im Anschluss unsere Modellansätze. Abschließend beschreiben wir den Aufbau der weiteren Ausführungen.

Die Allgemeine Gleichgewichtstheorie wurde zur Untersuchung von Gütermärkten begründet. In der weiteren Entwicklung übertrug man die Ergebnisse auf Finanzmärkte. Auf derartigen Märkten herrscht üblicherweise Unsicherheit. Daher übertrug man vornehmlich die um Unsicherheit erweiterten Modelle und baute sie in diesem Kontext weiter aus.

Gegenstand der Allgemeinen Gleichgewichtstheorie ist ausgehend von Walras (1874) der gleichzeitige Handel auf mehreren Märkten. Unter bestimmten Voraussetzungen gelang es, die Existenz eines sogenannten Allgemeinen Gleichgewichtes nachzuweisen.1 Es ist dadurch gekennzeichnet, dass die Nachfrage auf allen Märkten durch das Angebot gedeckt ist. Als ausgleichen-de Instanz treten die Marktpreise in Erscheinung.← 7 | 8 →

Die klassische Betrachtungsweise der Allgemeinen Gleichgewichtstheorie setzt alle entscheidungsrelevanten Informationen als...

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