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Ökumenische Tele-Visionen

Eine Analyse zu den Chancen überkonfessioneller Kooperation im Fernsehen

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Johannes Winkler

Inwieweit vermag das Fernsehen als eine Form der Öffentlichkeit die Ökumene voranzubringen? Über welche Möglichkeiten verfügt die Ökumene, die mediale Kommunikation der Kirchen zu verbessern? Die Arbeit untersucht die Chancen und Risiken ökumenischer Kooperation im Fernsehen. Dafür analysiert der Autor das Angebot religiöser Sendungen im deutschsprachigen TV und vergleicht qualitativ Religionsreportagen eines öffentlich-rechtlichen und eines privaten christlichen Senders. Ebenso werden die Mediendokumente der Kirchen und der ökumenischen Organisationen analysiert. Die Ergebnisse stellt der Autor den Modellen der Ökumene gegenüber. Es zeigt sich, dass hinsichtlich des Dialoges mit der pluralen Gesellschaft die überkonfessionelle Zusammenarbeit für Kirchen, Verkündigung und Ökumene von großem Nutzen sein kann.
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3. Wichtige Verlautbarungen zu den Medien

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3 Wichtige Verlautbarungen zu den Medien

Im Folgenden sollen bedeutende Texte der größeren Kirchen zu den Medien vorgestellt werden. Ein interkonfessioneller Vergleich kann für Theologie und Medienwissenschaft durchaus fruchtbar sein. Doris Nauer etwa hat diesen Blick für den Bereich der Seelsorge gewagt.651 Hier gibt es diverse Modelle der Pastoral. Den verschiedenen Entwürfen gesteht sie die Möglichkeit eines „interkonfessionelle[n] Joker[s]“ zu.652 Sie seien oft in einer „enge[n] evangelischkatholische[n]“ Kooperation ausgearbeitet worden, „konfessionelle Abgrenzungen“ schwänden in der Wissenschaft. Ein evangelischer und ein katholischer Pfarrer würden als Team in einem Krankenhaus nach gleicher Methode arbeiten,653 ein Gemeindepfarrer derselben Konfession hingegen nach einer völlig anderen. Ein „gemeinsames Seelsorgekonzept“ sei dabei aber keine Voraussetzung für die Zusammenarbeit, vielmehr müsse man die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Vorgehensweisen herausfinden und diese interkonfessionell überarbeiten.654

Ein „allgemeingültiges“ Bild von Seelsorge gebe es jedoch nicht.655 Die Theorien miteinander zu einem „harmonisierenden Meta-Konsens-Konzept[..] ein[zu]ebnen“ findet sie gänzlich falsch, gerade in der Vielfalt liege eine große Stärke. Nauer sieht die nebeneinander bestehenden Konzepte positiv, die Proklamierung und der Kampf für „das einzig wahre Seelsorgeverständnis“ sei dagegen „unchristlich[..]“.656

Die umfassende und erschöpfende Behandlung, wie sie Nauer im Bereich der Seelsorgekonzepte erbracht hat, kann hier über die verschiedenen christlichen Medientheorien nicht geleistet werden, dies wäre Thema einer eigenen Studie. In einigen Arbeiten findet man mittlerweile Rückgriffe auf...

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