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Bewegte Sprache

Leben mit und für Mehrsprachigkeit

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Edited By Antonella Nardi and Dagmar Knorr

Mehrsprachigkeit begegnet einem heutzutage überall; sie hat alle Lebensbereiche und Kommunikationsformen erfasst. Mehrsprachigkeit wird gelebt, weil die Mitglieder unserer Gesellschaft selbst mehrsprachig sind. Es sind Personen, die ihre sprachlichen Ressourcen in das gesellschaftliche Miteinander einbringen – so wie Antonie Hornung, der dieser Band gewidmet ist. Hierzu gehört auch der Wechsel zwischen verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen und Regionen. Mit den Personen bewegt sich auch die Sprache. Der Umgang mit Mehrsprachigkeit umfasst individuelle, didaktische und wissenschaftliche Facetten, die in diesem Band beleuchtet werden. Daher sind die Beiträge auf Deutsch, Italienisch, Englisch und Spanisch verfasst und vertreten sprachwissenschaftliche, didaktische und literaturwissenschaftliche Diskurse, die Mehrsprachigkeit in verschiedener Weise thematisieren. Gemeinsam ist ihnen die Basis, einen Menschen als Individuum mit seinen sprachlichen Fähigkeiten wahrzunehmen und wertzuschätzen.
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Ressourcen des Deutschen: Ein Fallbeispiel zur Wortbildung im Nominalbereich: Dorothee Heller

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Der Beitrag veranschaulicht Verfahren der Wortbildung und ihre gezielte Nutzung für abstrakte Ausdruckserfordernisse, wie sie sich in wissenschaftlichen Texten regelmäßig stellen. Anhand eines Fallsbeispiels aus der Terminologie von Max Weber wird nachvollzogen, wie der – durch die Kombination von Affixen – mitbedingten Komplexität der deutschen Termini im Translationsprozess Rechnung getragen wird.Die verschiedenen Fassungen machen einzelsprachlichen Besonderheiten deutlich, auch in Hinblick auf die Feldzugehörigkeit der sprachlichen Mittel, die bei der Übertragung der deutschen Termini ins Englische und Italienische in Anspruch genommen werden.

1Vorbemerkung

Das Deutsche zeichnet sich im Vergleich zu anderen Sprachen durch außerordentliche Produktivität im Bereich der Wortbildung aus. Für den Wissenschaftsdiskurs spielt dieses Strukturmerkmal des Deutschen eine zentrale Rolle und bestimmt seine Qualität als Wissenschaftssprache in wesentlicher Weise mit.

Die verschiedenen Wortbildungsverfahren des Deutschen geben Verfassern und Übersetzern wissenschaftlicher Texte ein hochdifferenziertes Spektrum an Ausdrucksmöglichkeiten an die Hand.1 Für die Übertragung wissenschaftlicher Texte in andere Sprachen bringt diese Ressource des Deutschen freilich nicht unerhebliche Herausforderungen mit sich. Dies soll im Folgenden an einem kleinen Beispiel aus der Soziologie verdeutlicht werden. ← 43 | 44 →

2Zwei Grundbegriffe bei Max Weber

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