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Bewegte Sprache

Leben mit und für Mehrsprachigkeit

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Edited By Antonella Nardi and Dagmar Knorr

Mehrsprachigkeit begegnet einem heutzutage überall; sie hat alle Lebensbereiche und Kommunikationsformen erfasst. Mehrsprachigkeit wird gelebt, weil die Mitglieder unserer Gesellschaft selbst mehrsprachig sind. Es sind Personen, die ihre sprachlichen Ressourcen in das gesellschaftliche Miteinander einbringen – so wie Antonie Hornung, der dieser Band gewidmet ist. Hierzu gehört auch der Wechsel zwischen verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen und Regionen. Mit den Personen bewegt sich auch die Sprache. Der Umgang mit Mehrsprachigkeit umfasst individuelle, didaktische und wissenschaftliche Facetten, die in diesem Band beleuchtet werden. Daher sind die Beiträge auf Deutsch, Italienisch, Englisch und Spanisch verfasst und vertreten sprachwissenschaftliche, didaktische und literaturwissenschaftliche Diskurse, die Mehrsprachigkeit in verschiedener Weise thematisieren. Gemeinsam ist ihnen die Basis, einen Menschen als Individuum mit seinen sprachlichen Fähigkeiten wahrzunehmen und wertzuschätzen.
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Strategien der Vermittlung juristischer Begriffe an Kinder: Ein Vergleich zwischen deutschsprachigen und italienischsprachigen Kinderartikeln: Daniela Sorrentino

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Wissenstransfer kann als eine asymmetrische Kommunikation zwischen Experten und Laien sowie gleichzeitig als eine Übertragung von exklusivem Fachwissen in verständlichere Wissensinhalte betrachtet werden. Dabei findet ein Prozess der Reformulierung, Rekonzeptualisierung und letztlich der durch soziale Bedingungen beeinflussten Rekontextualisierung (Calsamiglia/ Van Dijk 2004, 370) von Wissen statt, der auf die kulturellen und kognitiven Bedingungen der Adressaten jeweils abgestimmt sein soll (Antos 2001, 26, Hornung 2005, 391ff.). Wissenstransfer in den Medien betrifft verschiedene Laiengruppen, darunter auch Kinder. Diese stellen hierbei eine zunehmend relevante Zielgruppe vor allem in Online-Angeboten dar.

In der vorliegenden Arbeit werde ich anhand der exemplarischen Untersuchung eines Korpus aus deutschsprachigen und italienischsprachigen journalistischen Artikeln für Kinder einige relevante adressatenspezifische Strategien der Vermittlung juristischer Begriffe an Kinder herausstellen, die gewisse ausgewählte Aspekte der Textausgestaltung betreffen. Davon ausgehend wird insbesondere der Frage nachgegangen, ob und in welcher Weise sich solche Strategien in journalistischen Artikeln für junge Leser im Alter zwischen sechs und 14 Jahren aus dem deutschsprachigen und dem italienischsprachigen Raum unterscheiden. Die gesammelten Artikel stammen aus Kinderseiten in Tageszeitungen für Erwachsene sowie aus adressatenspezifischen Kinderzeitungen, Kinderzeitschriften und Kinderwebseiten. Im Hintergrund der Untersuchung stehen Studien zu textuellen, sprachlich-kommunikativen Strategien der Wissensvermittlung in der Experten-Laien-Kommunikation (vgl. Brünner/Gülich 2002, Fandrych 1999), die im journalistischen Bereich nicht zuletzt auch im deutsch-italienischen Sprachvergleich (Magris 2009) durchgeführt wurden. ← 83 | 84 →

1Kinder als Adressaten des Wissenstransfers

Kinder als Adressaten des Wissenstransfers spielen in den Medien eine immer wichtigere Rolle1. Aus einer von mir...

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