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Bewegte Sprache

Leben mit und für Mehrsprachigkeit

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Edited By Antonella Nardi and Dagmar Knorr

Mehrsprachigkeit begegnet einem heutzutage überall; sie hat alle Lebensbereiche und Kommunikationsformen erfasst. Mehrsprachigkeit wird gelebt, weil die Mitglieder unserer Gesellschaft selbst mehrsprachig sind. Es sind Personen, die ihre sprachlichen Ressourcen in das gesellschaftliche Miteinander einbringen – so wie Antonie Hornung, der dieser Band gewidmet ist. Hierzu gehört auch der Wechsel zwischen verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen und Regionen. Mit den Personen bewegt sich auch die Sprache. Der Umgang mit Mehrsprachigkeit umfasst individuelle, didaktische und wissenschaftliche Facetten, die in diesem Band beleuchtet werden. Daher sind die Beiträge auf Deutsch, Italienisch, Englisch und Spanisch verfasst und vertreten sprachwissenschaftliche, didaktische und literaturwissenschaftliche Diskurse, die Mehrsprachigkeit in verschiedener Weise thematisieren. Gemeinsam ist ihnen die Basis, einen Menschen als Individuum mit seinen sprachlichen Fähigkeiten wahrzunehmen und wertzuschätzen.
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Bewegte Sprache – Ein Leben mit und für Mehrsprachigkeit: Einleitung und Überblick: Dagmar Knorr und Antonella Nardi

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Dagmar Knorr und Antonella Nardi

Bewegte Sprache – Ein Leben mit und für Mehrsprachigkeit

Einleitung und Überblick

Die EU-Mehrsprachigkeitspolitik hat zum Ziel, dass jeder Bürger der Europäischen Union mindestens drei Sprachen sprechen soll: seine Muttersprache sowie mindestens zwei Fremdsprachen (, 18.01.14). Dieses Ziel soll u. a. dadurch erreicht werden, dass Kinder schon frühzeitig an Fremdsprachen herangeführt werden. Dies geschieht in Bildungsinstitutionen. Wie Bildungsinstitutionen gestaltet sein sollten, um sprachlicher Bildung Raum zu geben, ist eine konzeptionelle Frage, der wissenschaftlich nachgegangen wird (vgl. u. a. Ehlich/Bredel/Reich 2008, Neumann/Karakşoğlu 2011). Erkenntnisse können dann politisch als Rahmen umgesetzt werden, in dem sie bspw. Eingang in Bildungspläne finden. Die praktische Umsetzung erfolgt jedoch in der Kita-Gruppe, im Klassenzimmer oder Seminarraum in der Interaktion mit den Kindern und Jugendlichen. Die Lehrkräfte sind hier gefordert, sich täglich um die sprachliche Bildung (Gogolin/Lange 2011) zu bemühen. Je mehr Erfahrung eine Lehrkraft im Umgang mit verschiedenen Sprachen hat, desto eher wird davon ausgegangen, dass sie ein Verständnis für den Erwerb von und Umgang mit mehreren Sprachen hat. In Deutschland werden aus diesem Grund Lehrkräfte mit Migrationshintergrund in den letzten Jahren verstärkt umworben (vgl. Bandorski/Karakaşoğlu 2013).

Nun unterscheiden sich die Situationen im Umgang mit Mehrsprachigkeit von Land zu Land: So sind Deutschland, Italien (mit der Ausnahme von Südtirol) und Österreich Länder, die monolingual amtsprachlich geprägt sind, während in...

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