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Migration und kulturelle Diversität

Tagungsbeiträge des XII. Internationalen Türkischen Germanistik Kongresses- Bd. I: Literatur- und Übersetzungswissenschaft

Metin Toprak and Ali Osman Öztürk

Der erste Band enthält die literatur- und übersetzungswissenschaftlichen Beiträge des XII. Türkischen Internationalen Germanistik Kongresses, der im Mai 2014 in Kocaeli/Türkei unter dem Thema Migration und kulturelle Diversität stattfand. Der Band ist in zwei Hauptkapitel unterteilt und enthält insgesamt 33 Beiträge, die mehrheitlich der Sektion Literaturwissenschaft zugeordnet sind und in aller Breite an den Titel des Kongresses anknüpfen. Es handelt sich dabei auch um Überlegungen und Analysen aus dem Bereich der Übersetzungswissenschaft, deren Themen aber im Fokus der Migration und kulturellen Diversität behandelt werden.
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Konstruktionen des Fremden in türkischen Fernsehserien am Beispiel von Gurbette Aşk

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Fernsehen

Als kulturelles und mediales Produkt ist das Fernsehen ein fester Bestandteil der Alltagswelt und der medialen Weltaneignung. Als Medium der Orientierung in der Welt büßt es zwar seit mehr als einem Jahrzehnt seine dominante Rolle immer weiter ein, macht aber dennoch für einen Großteil der Menschheit weiterhin den erheblichsten Teil des täglichen Medienkonsums aus. So liegt z. B. nach einer 2012 durchgeführten Studie der durchschnittliche Fernsehkonsum in der Türkei unter Frauen bei 4,4 und unter Männern bei 4,3 Stunden täglich.1 Im Vergleich dazu liegt in Deutschland der durchschnittliche TV-Konsum von Frauen und Männern derzeit bei ca. 3,2 Stunden täglich.2

Diese Angaben gewinnen an Bedeutung, wenn man bedenkt, dass viele Vorstellungen von Rollenmustern und Wertvorstellungen oftmals nicht mehr im unmittelbaren Erfahrungsfeld, sondern medial vermittelt werden. Hinsichtlich der Weltvermittlung und -erschließung durch Film und Fernsehen stellt z. B. Knut Hickethier folgendes fest: „Das filmische und televisuelle Erzählen und Darstellen bezieht sich auf einen breiten kulturellen Kontext der Vermittlung von Welt, auf eine Form von Sinnstiftung und Sinnvermittlung durch die besondere Art der Organisation der Welt im Akt des Erzählens.“ (Hickethier 2007: 105) Insbesondere durch Fernsehserien, die modernen Erzählungen des Medienzeitalters, werden vielfältige emotionale Prozesse initiiert, Wertemuster und Haltungen etabliert, aber ebenso gut auch Vorurteile hervorgerufen bzw. gefestigt. Die Orientierung des Menschen in der Welt anhand von Erzählungen (Scheffel 2005: 77) als ein uraltes Phänomen hat...

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