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Migration und kulturelle Diversität

Tagungsbeiträge des XII. Internationalen Türkischen Germanistik Kongresses- Bd. I: Literatur- und Übersetzungswissenschaft

Metin Toprak and Ali Osman Öztürk

Der erste Band enthält die literatur- und übersetzungswissenschaftlichen Beiträge des XII. Türkischen Internationalen Germanistik Kongresses, der im Mai 2014 in Kocaeli/Türkei unter dem Thema Migration und kulturelle Diversität stattfand. Der Band ist in zwei Hauptkapitel unterteilt und enthält insgesamt 33 Beiträge, die mehrheitlich der Sektion Literaturwissenschaft zugeordnet sind und in aller Breite an den Titel des Kongresses anknüpfen. Es handelt sich dabei auch um Überlegungen und Analysen aus dem Bereich der Übersetzungswissenschaft, deren Themen aber im Fokus der Migration und kulturellen Diversität behandelt werden.
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Zur sprachlichen Repräsentation von räumlichen Informationen in Hörfilmen

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Hörfilme sind Filme, die für blinde und sehgeschädigte Rezipienten parallel zum Filmablauf eine akustische Beschreibung der visuellen Elemente des Films bieten. Die von Audiodeskriptoren erstellten Beschreibungen sind in diesem Sinne Übersetzungen bildhafter Sprache in gesprochene Sprache, die in den Dialogpausen bzw. geräuschlosen Sequenzen eingesprochen werden (vgl. Tanış Polat 2009: 3). Aus der Fülle von Informationen im Bild können jedoch nicht alle visuellen Elemente des Films ausführlich beschrieben werden2, daher entscheidet der Audiodeskriptor, welche Informationen erwähnenswert für das Verstehen der Handlung sind.

Der filmische Raum wird vornehmlich durch optische Mittel erzeugt und das Hörerlebnis ergänzt lediglich die optische Raumwahrnehmung. Insofern ist der Zugang für den Blinden allein durch die Rezeption der akustischen Zeichen des Films nicht möglich (vgl. Seiffert 2005: 84). Nicht nur Schauplätze an sich, sondern auch die Charakterisierung von Figuren durch räumliche Anordnungen und die Symbolisierung der Handlung durch den filmischen Raum sind wichtige Aspekte des Films. Unterschiedliche Lesarten und Interpretationsweisen führen jedoch zu verschiedenen Raumwahrnehmungen, denn der optische Raum ist kein objektiver Raum. Dementsprechend stützt sich der Audiodeskriptor bei der Beschreibung eines bestimmten Raumes auf seine eigene subjektive Wahrnehmung. Er fokussiert Details, die aus seiner Sicht interessant sind. In der vorliegenden Arbeit wird in diesem Zusammenhang dargestellt, inwieweit sich die Raumwahrnehmung bei sehenden und blinden bzw. sehgeschädigten Rezipienten vom Inhalt der räumlichen Vorstellung und von der Art und Weise her, wie diese erzeugt wird,...

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