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Komplexe deutsche Nominalphrasen und ihre polnischen Entsprechungen

Eine konfrontative Studie

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Magdalena Urbaniak-Elkholy

Den Gegenstand der Untersuchung bilden komplexe deutsche Nominalphrasen und ihre polnischen Entsprechungen in konfrontativem Vergleich. Die zentrale Problemstellung bildet die Ermittlung systembedingter Differenzen in deren Struktur. Ziel der Arbeit ist, Attribute in komplexen Nominalphrasen und den in diesen als adnominale Attribute fungierenden Adjektiv-, Partizip- und Adverbphrasen des Deutschen und des Polnischen unter morphosyntaktischem und topologischem Aspekt zu klassifizieren. Anhand der Analyse werden sowohl die möglichen morphologischen Repräsentationen der Attribute als auch ihre prä- bzw. postnukleale Anordnung in solchen komplexen Phrasen im Einzelnen dargestellt.
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2 Der Begriff des komplexen Satzgliedes

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2.  Der Begriff des komplexen Satzgliedes

Im Mittelpunkt des vorliegenden Kapitels steht das Problem der Komplexität von Satzgliedern. Im Anschluss an die Definitionen des Terminus komplexes Satzglied der referierten Autoren werde ich der Frage nachgehen, welche syntaktische Eigenschaften es sinnvoll erscheinen lassen, von einem komplexen Satzglied zu sprechen. Ausgegangen wird im Folgenden von den in Sichtung der Gegenstandsliteratur gewonnenen Auffassungen in Bezug auf die Komplexität der Satzglieder, die nach sachlichen Gesichtspunkten der ausgewählten Autoren systematisch zusammengefasst werden.

Ausgehen werde ich dabei davon, dass ein Satzglied aus einem Wort oder aus mehreren zusammengehörigen Wörtern bestehen kann (vgl. Griesbach 1986:135, vgl. Engelen 1986:41). Darauf, dass Satzglieder als komplexe Einheiten erscheinen können, verweist bereits Glinz (1971:70), der „vielwortige Satzglieder“, deren Teile „verschiedene Kasus zeigen“, „komplexe Satzglieder“ nennt. Glinz (1971:102) betrachtet darüber hinaus komplexe Satzglieder als „außerordentlich praktische […] morphosyntaktische Strukturen für die Komprimierung von Teilstrecken der Information, die in einfacher Sprache durch ganze finite Sätze dargestellt werden“.

Nach Helbig (1968:78) bestehen die Satzglieder oft „aus der Zusammenfügung mehrerer Wortarten“, was sich damit begründen lässt, dass die Satzglieder auf der Ebene „zwischen Wort und Satz“ zu betrachten sind.

Auf die Komplexität der Satzglieder macht Drosdowski (1984:591) in der 4. Auflage der Duden-Grammatik aufmerksam, indem er darauf hinweist, dass es Satzglieder gibt, „die aus einem einzigen Wort bestehen, aber auch solche, die mehrere Wörter umfassen“. Daher kann...

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