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Pragmantax II

Zum aktuellen Stand der Linguistik und ihrer Teildisziplinen- Akten des 43. Linguistischen Kolloquiums in Magdeburg 2008- The Present State of Linguistics and its Sub-Disciplines- Proceedings of the 43 rd Linguistics Colloquium, Magdeburg

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Katrin Schöpe, Renate Belentschikow, Angelika Bergien and Armin Burkhardt

Dieser Band vereinigt 63 Beiträge in deutscher, englischer und französischer Sprache. Er repräsentiert ein breites Spektrum an Themen und Erkenntnissen aus verschiedenen Bereichen der Linguistik und versucht damit eine kritische Bestandsaufnahme des Faches. Die Beiträge widmen sich Fragestellungen aus den Gebieten der Grammatik, Semantik, Text- und Diskurspragmatik sowie der Angewandten Linguistik. Aufsätze zur kontrastiven Linguistik und zur Fremdsprachendidaktik runden den Band ab.
This volume contains the revised versions of 63 papers, written in German, English and French. It considers a broad spectrum of topics and findings from various areas of linguistics and thereby offers a critical review of the field. The authors address questions ranging from grammar, semantics, text and discourse pragmatics to issues from the field of applied linguistics. The volume is concluded by studies on contrastive linguistics and foreign language pedagogy.
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Paratexte in wissenschaftlichen Veröffentlichungen

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Urszula Żydek-Bednarczuk, Katowice

1 Der Paratext

Ein wissenschaftlicher Text tritt in der Kommunikation auf, die zwischen Fachleuten und Wissenschaftlern stattfindet. Als Ziel wissenschaftlicher Texte gelten die Vertiefung des Wissens über die Welt, ihre Beschreibung und die Verbreitung dieses Wissens. Das wissenschaftliche Wissen unterliegt einer Strukturierung nach einem durch die Gemeinschaft angenommenen Wissensideal, das in einer bestimmten Textart vorhanden ist (vgl. Wojtak 1999: 139). Lange Zeit herrschte ein Denkstereotyp über den wissenschaftlichen Stil, der auf Objektivität und spezifischer Unpersönlichkeit fußte (vgl. Duszak 1998: 276). Die Objektivität und die spezifische Unpersönlichkeit sollten aus dem Sachverhalt der Beschreibung und aus der angewandten wissenschaftlichen Methode resultieren. Mit der Entwicklung der Linguistik beobachten wir jedoch auch Veränderungen im wissenschaftlichen Stil. In den Vordergrund treten die Interaktion des Textes und seine Rhetorik. Veränderungen in den Normen und in verwendeten Strategien, welche die endgültige Textform beeinflussen, gelangen immer mehr zur Geltung.

Der Raum eines wissenschaftlichen Textes verfügt über strategische Maßnahmen, die dem Rezipienten die Orientierung innerhalb des Diskursraumes ermöglichen und gleichzeitig auf globale Bedeutungen hinweisen. Diese strategische Rolle wird der vierten Seite eines Buchumschlags zugeschrieben. Gleichzeitig ermöglichen die dort enthaltenen Informationen einen „richtungsbestimmte Textrezeption mithilfe der Mittel, die der Kontextualisierung dienen. (...) Diese Handlung hat einen prognostischen Charakter und ruft dadurch Erwartungen hervor, die sich auf ein kommunikatives Vorhaben des Senders beziehen“ (Duszak 1998: 128).

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