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Insolvenzgründe, Prognose und Antragspflicht

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Philipp Schlenkhoff

Die Zukunftsaussichten eines Unternehmens sind für die Frage nach seiner möglichen Insolvenzreife essentiell. Die Frage, ob und wie die Prognose der Unternehmensentwicklung in den Insolvenzgründen der Insolvenzordnung berücksichtigt wird, ist Gegenstand der vorliegenden Arbeit. Der Autor analysiert den ökonomischen und betriebswirtschaftlichen Hintergrund der Insolvenzgründe. Auf dieser Basis untersucht er, auch mittels Experteninterviews, die gesetzliche Normierung der Insolvenzgründe für Unternehmen mit Haftungsbeschränkung und deren Durchsetzung mittels Geschäftsleiterhaftung. Die Erkenntnis, dass sich die Relevanz der Prognose und ihre Justiziabilität gegenüber stehen, wird um die Systematik erweitert, mit der der Gesetzgeber versucht diesen Konflikt zu lösen.
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F. Zusammenfassung

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In vorliegender Arbeit werden die gesetzlich normierten Insolvenzgründe und deren Durchsetzung mittels Geschäftsleiterhaftung vor einem ökonomischen und betriebswirtschaftlichen Hintergrund mit dem Ziel untersucht, herauszustellen inwiefern die Prognose der Unternehmensentwicklung theoretisch und praktisch berücksichtigt wird. Die Ergebnisse dieser Untersuchung werden nachfolgend entsprechend der Gliederung der Arbeit zusammengefasst und daraufhin abschließend diskutiert.

I.  Ökonomische Sicht

Die ökonomische Theorie und Analyse der Insolvenzgründe hat gezeigt, dass die Betrachtung der zukünftigen Unternehmensentwicklung und die der Insolvenzkosten aus Gläubigersicht in die Insolvenzgründe einbezogen werden sollte. Die Insolvenzgründe sollten dabei möglichst früh wirken, schon an dieser Stelle zeigt sich, dass die Insolvenzgründe der drohenden Zahlungsunfähigkeit oder die Fortbestehensprognose gläubigerschützend wirken können. Es konnte gezeigt werden, dass eine in den Modellen spät wirkende Insolvenzauslösung durch Zahlungsunfähigkeit allein nicht als Insolvenzgrund ausreicht. Sie muss vielmehr durch eine Art Überschuldung zur Vermeidung von Ausbeutung nicht verhandlungsfähiger Gläubigergruppen ergänzt werden. Dieser Insolvenzgrund sollte dann auch möglichst früh wirken und die zukünftige Unternehmensentwicklung berücksichtigen.

II.  Betriebswirtschaftliche Sicht

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