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Sprache der Generationen

2., aktualisierte Auflage

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Edited By Eva Neuland

Mit dem Sammelband Sprache der Generationen wird dem interdisziplinären Gegenstandsfeld Generation eine bedeutsame linguistische Perspektive hinzugefügt: Welche spezifischen Sprachgebrauchsweisen herrschen in bestimmten Generationen vor? Haben sie die Entwicklung der Gemeinsprache beeinflusst? Wie verändert sich der Sprachgebrauch mit der generationellen Zugehörigkeit, v.a. in Jugend und Alter? Gibt es Verständigungsschwierigkeiten zwischen den Generationen? Welche Generationsbilder werden sprachlich konstruiert? Auf solche und andere Fragen bieten die Beiträge dieses Bandes erste theoretisch fundierte und empirisch gestützte Antworten und eröffnen Perspektiven in einem noch weitgehend unbearbeiteten Forschungsfeld der Sprachwissenschaft und speziell der Soziolinguistik.
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Generationenbilder in den Medien – Konstruktionen, Inszenierungen und Sprachbilder: Caja Thimm

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Bei der Ausbildung, Formierung und Modifikation von Einstellungen kommt medialen Darstellungsweisen großer Einfluss zu. Betrachtet man die Haltungen, die eine Gesellschaft in Bezug auf ihren Umgang mit dem Alter und der Jugend auszeichnet, so spielen Medienbilder dabei eine große Rolle. Sie enthalten vielfältige gesellschaftspolitische Wertzuweisungen und soziale Urteile zu/über Alter und Jugend und beeinflussen damit nicht nur das Fremdbild vom Alter, sondern auch altersbezogene personale Identitäten. Bedenkt man, dass Altersbilder auch Auswirkungen auf Allokationsprozesse haben können, kommt der medialen Repräsentation des Alters besonderer Stellenwert zu. Dies gilt ganz besonders dann, wenn sich die Generationenverhältnisse so dramatisch verändern, wie dies in Deutschland augenblicklich der Fall ist.

Die sozial- und kulturwissenschaftliche Forschung hat das Thema Alter und Medien bereits seit vielen Jahren aus den unterschiedlichsten Perspektiven heraus bearbeitet. Dies gilt auch für die deutschsprachige Forschung. Zu den jüngsten Beispielen zählen Arbeiten über das Altersbild in Kinder- und Jugendbüchern (Nauland-Bundus 2004), Schulbüchern (Friedrich 2004), Zeitungen und Zeitschriften (Ochel 2000), im Fernsehen (Kessler/Rakoczy/Staudinger 2003) sowie in der Werbung (Thimm 1998; Löffler 2006). Auch für das Internet liegen inzwischen Studien über die Präsenz älterer Menschen vor. (Wild 2006;Janßen/Thimm 2011). Neben diesen weit verbreiteten Medien wurden beispielsweise auch Quellen wie Literatur, Musik, Glückwunschkarten oder Todesanzeigen als Datengrundlage herangezogen (Filipp/Mayer 1999).

Empirische Befunde zur Repräsentation von Alter(n) in den Medien basieren für den deutschsprachigen Raum allerdings zumeist auf eingeschränkten...

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