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Das islamische Wirtschaftsrecht

Series:

Abdurrahim Kozali, Ibrahim Salama and Souheil Thabti

Islamische Banken und Versicherungen sind weltweit auf dem Vormarsch und verzeichnen zweistellige Wachstumsraten. Auch hierzulande erfreut sich das sog. Islamic Finance & Banking großer Nachfrage. Im Frühjahr 2015 wurde in Deutschland der ersten islamischen Bank die Lizenz erteilt. Produkte und Dienstleistungen dieser Banken basieren auf dem islamischen Wirtschaftsrecht (fiqh al-mu'amalat al-maliyya), welches die Autoren in diesem Band näher beleuchten. Neben der Frage nach der Umsetzbarkeit der Produkte und Dienstleistungen, die maßgeblich von der Konformität mit der hiesigen Rechtsordnung – insbesondere im Hinblick auf aufsichts-, zivil- und steuerrechtlichen Anforderungen – abhängt, behandeln sie grundsätzliche Fragen nach der Vereinbarkeit jener Institute mit dem herrschenden Wirtschaftssystem.
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Islamische Aktienfonds – Risikoverteilung und Änderungen durch das neue KAGB

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Matthias Casper

I. Einleitung

Der nachfolgende Beitrag beschäftigt sich mit der rechtlichen Behandlung von islamischen Aktienfonds nach deutschem Recht. Nach einem Überblick über die wesentlichen Kennzeichen und Charakteristika islamischer Aktienfonds und der Grundstruktur von Aktienfonds im Allgemeinen sollen zunächst kurz die Auswirkungen des am 22. Juli 2013 verabschiedeten KAGB1 auf Fonds im Vordergrund stehen (sub II und III), welches das deutsche Investmentrecht regulatorisch auf neue Beine gestellt hat. Ein erster Schwerpunkt wird sodann auf die der Bestimmung und Offenlegung der Anlagegrundsätze gelegt (siehe unter IV), wobei die Mitwirkung des Scharia-Boards auch unter dem Aspekt der Fonds-Governance bzw. in einem allgemeineren Kontext der Corporate Governance mit in den Blick genommen werden soll (sub V). Schließlich wird der Aspekt der Risikoverteilung im Vordergrund stehen. Dabei geht es vorrangig um die ← 129 | 130 → Frage, ob der Emittent des Aktienfonds, also die Fondsgesellschaft, oder der Anleger das Risiko dafür trägt, dass sich nach Auflegung des Fonds herausstellt, dass der Fonds nicht mehr Schariakonform ist und somit eine Wertminderung der Fondsanteile eintritt, und ob es eine Prospekthaftung gibt, wenn bereits bei der Auflegung des Fonds klar ist, dass der Schariakonform vertriebene Fonds in Wirklichkeit überhaupt nicht mit den Vorgaben des islamischen Rechts im Einklang steht (sub VI).

II. Charakteristika und Kennzeichen islamischer Aktienfonds

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