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Das islamische Wirtschaftsrecht

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Edited By Abdurrahim Kozali, Ibrahim Salama and Souheil Thabti

Islamische Banken und Versicherungen sind weltweit auf dem Vormarsch und verzeichnen zweistellige Wachstumsraten. Auch hierzulande erfreut sich das sog. Islamic Finance & Banking großer Nachfrage. Im Frühjahr 2015 wurde in Deutschland der ersten islamischen Bank die Lizenz erteilt. Produkte und Dienstleistungen dieser Banken basieren auf dem islamischen Wirtschaftsrecht (fiqh al-mu'amalat al-maliyya), welches die Autoren in diesem Band näher beleuchten. Neben der Frage nach der Umsetzbarkeit der Produkte und Dienstleistungen, die maßgeblich von der Konformität mit der hiesigen Rechtsordnung – insbesondere im Hinblick auf aufsichts-, zivil- und steuerrechtlichen Anforderungen – abhängt, behandeln sie grundsätzliche Fragen nach der Vereinbarkeit jener Institute mit dem herrschenden Wirtschaftssystem.
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Waqf – die islamische Stiftung zwischen Tradition und Moderne

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Ibrahim Salama

In diesem Artikel werden sowohl die Ansichten der sunnitischen Rechtsschulen bezüglich waqf wiedergegeben als auch eine Übersetzung international bekannter Standards zur Regulierung islamischer Wirtschaftsgeschäfte, nämlich AAOIFI-Standard, vorgelegt. Um auf die Möglichkeit und die Chancen der Realisierung einer islamischen Stiftung in Deutschland einzugehen, werden auch die Rechtslage und die Voraussetzungen der Errichtung einer Stiftung im deutschen Recht kurz behandelt.

I. Die Institution von waqf bei den sunnitischen Rechtsschulen1

„Wenn ein Mensch stirbt, enden seine Taten, bis auf drei: die fortlaufende Spende2, das Wissen, von dem andere profitieren, oder ein rechtschaffenes Kind, das für ihn betet. “3

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