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Bezirkstag und Rat des Bezirkes Potsdam 1952–1990 (Rep. 401)

Findbuch zum Bezirkstag und Rat des Bezirkes Potsdam – Teil I: Bezirkstag, Bereiche Vorsitzender und Stellvertreter

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Klaus Neitmann

Die Publikation gibt einen detaillierten Überblick über ausgewählte Bestandsteile aus der archivalischen Überlieferung des Bezirkstages und des Rates des Bezirkes Potsdam aus dem Zeitraum 1952–1990. In diesen Jahrzehnten waren die Bezirke in der DDR das wichtigste Verwaltungsinstrument zur Umsetzung des Willens der Zentrale auf der regionalen und lokalen Ebene. Der Bezirk Potsdam erhielt sein besonderes Gewicht in der DDR, wie an der Aktenüberlieferung sichtbar wird, durch seine Grenze zu Berlin (West). In diesem ersten von zwei Teilen wird der Bezirkstag vorgestellt, außerdem der Vorsitzende und Stellvertreter des Rates des Bezirkes Potsdam. In der Hand dieser Leitungskräfte lag der Umgang mit den politisch gewichtigen und bestimmenden Vorgängen. Die Einleitung macht den Benutzer in einem Überblick mit der verwaltungsgeschichtlichen Entwicklung der berücksichtigten Strukturteile vertraut und gibt allgemeine Hinweise zu den inhaltlichen Schwerpunkten des Archivbestandes, dessen Akten in den folgenden Verzeichnissen im Einzelnen beschrieben werden.
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Einleitung

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Durch das Gesetz über die weitere Demokratisierung des Aufbaus und der Arbeitsweise der staatlichen Organe in den Ländern der DDR vom 23. Juli 1952 gingen die bisher von den Landesregierungen wahrgenommenen Aufgaben auf die Organe der Bezirke über. In Durchführung dieses Gesetzes beschloss der brandenburgische Landtag durch Gesetz vom 25. Juli 1952 eine neue Kreiseinteilung und die Bildung der Bezirke Cottbus, Frankfurt (Oder) und Potsdam. Im Bezirk Potsdam wurden 15 Landkreise und die Stadtkreise Brandenburg und Potsdam gebildet. Länder, Länderverfassungen und Länderkammer bestanden de jure bis 1958 weiter. Aufbau und Aufgaben der Bezirke waren durch die „Ordnung für den Aufbau und die Arbeitsweise der staatlichen Organe der Bezirke“ vom 24. Juli 1952 einheitlich für alle Bezirke der DDR geregelt; danach waren die Organe der Staatsgewalt des Bezirkes der Bezirkstag und der Rat des Bezirkes.

Der Bezirkstag und der Rat des Bezirkes leiteten unter Wegfall der Gewaltenteilung und bei Überwiegen der exekutiven Aufgaben im Rahmen einer verstärkten Einflussnahme der Zentralgewalt die gesamte ökonomische, soziale und geistigkulturelle Entwicklung in ihrem Territorium. Darin einbegriffen waren auch Anleitung, Aufsicht und Kontrolle der Arbeit der Kreistage und der Räte der Kreise.

Im Zuge der politischen Ereignisse des Jahres 1989 entstand der Runde Tisch des Bezirkes Potsdam als Einrichtung des Übergangs. Seine Aufgabe bestand in der Schaffung von Möglichkeiten für eine demokratische Mitarbeit aller politischer Kräfte sowie einer Kontrolle der Einrichtungen auf Bezirksebene. Er setzte sich aus Vertretern...

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