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Finnische Germanistentagung 2012

Einblicke und Aussichten

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Edited By Irma Hyvärinen, Ulrike Richter-Vapaatalo and Jouni Rostila

Die Finnische Germanistentagung 2012 brachte rund 70 FachkollegInnen aus dem ganzen Land nach Helsinki. Im Dialog mit renommierten WissenschaftlerInnen aus dem Ausland thematisierten sie Aktuelles in Forschung und Lehre. Dieser Band enthält die Plenarvorträge und ausgewählte, in einem Referee-Verfahren begutachtete Sektionsbeiträge in vier Blöcken: «Einblicke in die Lage des Deutschen in Finnland», «Deutsch im Gebrauch», «Deutsch im Unterricht» und «Literatur als Kulturgut». Die rege Beteiligung und die Bandbreite der Tagung beweisen, dass es nicht schlecht bestellt ist um die finnische Germanistik, dass es jedoch gemeinsamer Bemühungen bedarf, um die akademische Existenz und den traditionell hohen Standard des Fachbereichs auch weiterhin zu sichern.
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Petri heil! vs. Kireitä siimoja! Zur Übersetzungsproblematik im Bereich der Routineformeln: Anna Ruusila

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Im vorliegenden Beitrag geht es um die Übersetzung von Routineformeln. Das Ziel ist es, die Äquivalenzbeziehungen von Routineformeln im Wörterbuch und in der Übersetzung zu untersuchen. Es werden auch Überlegungen dazu vorgestellt, ob die Übersetzer Hilfe in den Wörterbüchern finden, wenn sie sich mit Routineformeln beschäftigen.

Routineformeln gehören zur umfangreichen Gruppe der pragmatischen Phraseologismen1 (Kap. 2). Im Kapitel 3 wird kurz darauf eingegangen, welche Aspekte beim Übertragen von Routineformeln besonders beachtet werden müssen und welche Übersetzungsverfahren dem Übersetzer dabei zur Verfügung stehen. Anschließend wird die phraseologische Kompetenz als Teil der Kompetenzen des Übersetzers vorgestellt, wonach das Thema Äquivalenz genauer betrachtet wird (Kap. 4). Im Kapitel 5 wird eine Pilotstudie über die Äquivalenzbeziehungen von Routineformeln vorgestellt. Der Beitrag wird mit einem Schlusswort abgeschlossen (Kap. 6).

Die Sprache ist in einem hohen Maße vorformuliert. Mackenzie (2000, 173) stellt dazu fest:

[A] great deal of linguistic performance, both speech and writing, does not involve improvising phrases and sentences ex nihilo […], but is rather a case of deploying prefabricated, institutionalized, and fully contextualized phrases and expressions and sentence heads, with a grammatical form and a lexical content that is either wholly or largely fixed. […] Real data show that we are much less original in using language than we imagine.

Routineformeln können als Teil dieses formelhaften Sprachgebrauchs betrachtet werden. Sie werden verwendet, um bestimmte Sprechhandlungen durchzuführen (Beckmann/König 2002, 423f.). Dazu gehören Sprechhandlungen wie BESCHWICHTIGEN,...

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