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Die narrative Anamnese im Rahmen einer biographischen Diagnostik im pflegerischen Setting der kardiologischen Rehabilitation

Eine konzeptuelle Entwicklung

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Miriam Tariba Richter

In der stationären kardiologischen Rehabilitation steht kein geeignetes diagnostisches Instrument zur Verfügung, um individuelle und psychosoziale Probleme und Ressourcen der Rehabilitand_innen einzuschätzen. Dadurch werden bestehende individuelle, soziale, geschlechts- und altersspezifische Anforderungen häufig verkannt und angestrebte Rehabilitationsziele können nur eingeschränkt erreicht werden. Durch die Entwicklung einer narrativen Pflegeanamnese und biographischen Pflegediagnostik können im Gegensatz zur herkömmlichen Diagnostik subjektive und kontextspezifische Bedeutungsstrukturen erhoben und vielfältige Verstehensprozesse gefördert werden. Damit gelingt es, wichtige Rehabilitationsziele an die subjektiven Anforderungen der Rehabilitand_innen anzupassen sowie deren Partizipation zu fördern.
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II. Methodologische Grundlagen der Konzeptentwicklung

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II.Methodologische Grundlagen der Konzeptentwicklung

Aufgrund der Problemdarstellung (s. Kapitel I.) konnte der Bedarf an einem methodischen Instrument zur Optimierung der pflegerischen Anamnese und Diagnostik, insbesondere im pflegerischen Handlungsfeld der stationären kardiologischen Rehabilitation, dargelegt werden. In dem Hauptkapitel II. sollen nun die methodologischen Grundlagen, auf denen die Konzeptentwicklung basiert, vorgestellt werden.

In diesem Hauptkapitel erfolgt die Befürwortung der forschungsmethodologischen Verortung (Kapitel II.1.1.) im Sinne des qualitativen Forschungsparadigmas und die Abbildung des forschungsmethodischen Rahmens, orientierend an der qualitativen Aktionsforschung (Kapitel II.1.2.). Die vielen Varianten der qualitativen Aktionsforschung, die als Handlungsforschung, Praxisforschung oder partizipative Interventionsforschung bezeichnet wird, haben eine Forschung unter Einbezug der Praktiker_innen gemein. Aktionsforschung, wie die Methode im Folgenden begrifflich genannt werden soll, wird in evaluierenden Handlungsschritten durchgeführt und in einer selbstreflexiven Spirale überprüft. Die qualitativen Methoden werden nach dem Verfahren der „Thick Description“ (Geertz 2007) eingesetzt. Wesentliche Gütekriterien dieser Forschungsmethode sind vor allem die Transparenz des Vorgehens und die Anschlussfähigkeit des aus ihr gewonnenen Wissens (Moser 2008). Die Vorgehensweise der Aktionsforschung wird als rahmende Forschungsmethodologie sowohl für die Ist-Analyse der stationären kardiologischen Rehabilitation als auch für die weitere Konzeptentwicklung verwendet. Im Anschluss daran wird der methodische Rahmen, welcher auf der Aktionsforschung basiert, dargelegt (Kapitel II.1.3.). Des Weiteren werden forschungsethische Fragen, vor allem im Hinblick auf die informierte Einwilligung und das Nicht-Schadensprinzip, für das empirische Vorgehen im Kapitel II.2. reflektiert und die Ergebnisse der Kapitel zusammengefasst (Kapitel II.3.). ← 151 | 152 →

 

Die Konzeptentwicklung...

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