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Psychotraumatherapeutische Behandlung von Patienten nach Akutem Herzinfarkt

Eine Psychotherapievergleichsstudie in der stationären Rehabilitation

Klaus Thomsen

Der Akute Herzinfarkt ist für die betroffene Person ein beängstigendes Erlebnis. Oft tritt er ohne Vorwarnung ein. Jeder siebente Patient entwickelt danach eine Posttraumatische Belastungsstörung mit psychischen Symptomen wie Ängstlichkeit, Depressionen, Reizbarkeit und Flashbacks. Dies ist ein weiteres Risiko für einen erneuten Infarkt und beeinträchtigt den Heilungsverlauf. Kann Psychotraumatherapie mit Eye Movement Desensitization and Reprocessing (EMDR) diesen Patienten helfen, sich schneller und nachhaltiger emotional zu stabilisieren?
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7. Ergebnisse

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Am 27.07.2012 endete die Datenerhebung, die im Mai 2006 begonnen hatte. Der reale Versuchsplan (Tab. 7-1) weicht in seinen Zellenbelegungen vom Idealplan in Tab. 6-4 ab, bleibt jedoch innerhalb der Mindestanforderungen von Bortz und Döring (2003), wie in Abschnitt 6.6 erläutert.

Der Wissenschaftliche Beirat Psychotherapie (WBP), der gemäß §11 des PsychThG über die Wissenschaftlichkeit psychotherapeutischer Verfahren in Deutschland zu befinden hat, legt im Anhang seines neuesten Methodenpapiers Version 2.8 vom September 2010 fest, dass die Stichprobengrößen zwischen zehn und 30 Teilnehmern pro einbezogener Gruppe betragen sollten (Gütestufe 2 von drei möglichen Stufen) und die Katamnesezeit mindestens sechs Monate umfassen sollte (Wissenschaftlicher Beirat Psychotherapie 2010). Diese in Deutschland weitgehend konsensuellen Kriterien sind in der vorliegenden Untersuchung erfüllt.

Insgesamt kann die Qualität dieser Studie nach diesen und den weiteren Kriterien des Wissenschaftlichen Beirates als mittelmäßig bis gut bewertet werden. Zwar entspricht sie nicht vollständig dem „Goldstandard“ der Cochrane-Kriterien auf Stufe I (vgl. Abschnitt 5.1), aber hinsichtlich des vorhandenen N, des Drop-Outs (siehe Abschnitt 7.2), der Reliabilität der Instrumente, der Quasirandomisierung, der Therapiemanualisierung, des Ausbildungsstandes und der klinischen Erfahrung des Studientherapeuten stellt sie einen guten Kompromiss in der Gewichtung zwischen interner Validität (experimentelle Reinheit = Efficacy) und externer Validität (klinische Brauchbarkeit = Effectiveness; siehe Tab. 5-1) dar. ← 133 | 134 →

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