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Gesammelte Werke

Schriften zur philosophischen Pädagogik Teil 1- Bildung – Begeisterung – Freiheit

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Tomasz Stepien

Im Gesamtwerk von Anton Hilckman nimmt die Konzeption der Sinnphilosophie mit der Frage nach dem Sinn von Freiheit, Bildung, Politik, Technik und Geschichte eine besondere Stelle ein. Im Mittelpunkt steht die Konzeption des Menschen als eines für die Freiheit begeisterten Wesens. Freiheit bedeutet aber auch moralische Verpflichtung, womit Hilckman auf die Bedeutung von Bildung bei der Verwirklichung des menschlichen Wesens – der Humanitas – verweist. Seine Sinnphilosophie erscheint als ein Manifest für Freiheit und Würde des Menschen. Zum Teil als Erstveröffentlichungen schließen die in diesem Band erstmalig zusammengestellten sinnphilosophischen Arbeiten Anton Hilckmans eine Forschungslücke in der Philosophie und den Geisteswissenschaften des 20. Jahrhunderts.
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Vom Weg zum wesentlichen Menschen

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Wer vom geistigen Deutschland unserer Tage spricht, kann den Namen Eduard Spranger unmöglich unerwähnt lassen; ohne ihn wäre das geistige Deutschland von heute nicht das, was es ist. Von ihm muss jeder, der sich zu den Gebildeten rechnet, wissen. Es ist ein großes Verdienst von H.W. Bähr35, diesen Weg zur geistigen Welt Eduard Sprangers für einen jeden gangbar gemacht zu haben. Die von ihm getroffene Auswahl aus den Schriften Sprangers ist nicht nur eine Summa der tragenden Leitgedanken eines bedeutenden und repräsentativen Denkers unserer Tage: sie ist zugleich auch etwas wie eine Summe von Weisheitsnormen für Leben und Handeln. In der Eindringlichkeit der sorgfältig ausgewählten und ausgestellten Zitate ist dieses Buch etwas wie ein Spiegel, der dem Menschen unserer Zeit von einem Denker, der im Zeitlosen seinen Standort hat, vorgehalten wird. Der Mensch unserer Tage hat es weitgehend verlernt, das Wesentliche und das Unwesentliche zu unterscheiden; die Konsequenz konnte auch nur sein, dass er zuletzt gar Wesen und Unwesen miteinander verwechselte und sich vollends selbst verlor.

Dieses Buch ist aber nicht nur ein strenges Gericht; es ist zugleich ein im höchsten Grade tröstendes Buch; denn es lässt ja immer und all überall auch die Wege der Genesung erkennen. Der Verlorenheit der Zeit werden die Maßstäbe der bleibenden, unvergänglichen Wertnormen gegenübergehalten. Ist es zu viel gesagt, wenn wir meinen, dass durch dieses Buch etwas wie ein Hauch der Ewigkeit...

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