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Gesammelte Werke

Schriften zur philosophischen Pädagogik Teil 2- Christliche Philosophie

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Anton Hilckman

Edited By Tomasz Stepien

Inwiefern können wir von einer christlichen Philosophie und Bildung, Kultur und Politik sprechen? Diese grundlegende Frage bildet den eigentlichen Ausgangspunkt der philosophischen Reflexion von Anton Hilckman. Den Hintergrund der Auseinandersetzung um die Philosophie und das Christentum macht die geistige und politische Situation in Europa, insbesondere in Deutschland und Italien der Zwischenkriegszeit, aus. Hilckman zeichnet in seinen Schriften ein spannungsvolles Bild des damaligen philosophischen Diskurses, der zwischen der thomistischen Neuscholastik und dem Neuidealismus italienischer Prägung oszillierte und direkt Einfluss auf die gesellschaftlichen und politischen Ereignisse hatte und gleichzeitig die Aktualität für die gegenwärtigen Probleme der Gesellschaft und Kultur bewahrt.
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Christliche Philosophie und Bildung nach Anton Hilckman (Tomasz Stępień)

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Christliche Philosophie und Bildung nach Anton Hilckman

Tomasz Stępień

Philosophischer Realismus und die thomistische Philosophie

Im zweiten Band der Schriften zur philosophischen Pädagogik von Anton Hilckman steht im Mittelpunkt die Charakteristik und gleichzeitig die Frage nach der Möglichkeit einer christlichen Philosophie, die demzufolge auch als die Grundlage christlicher Bildung fungieren könnte. Zunächst untersucht Hilckman das Problem des philosophischen Realismus im Hinblick auf die Neuscholastik und die Wiederentdeckung des philosophisch-theologischen Systems von Thomas von Aquin. Es handelt sich in erster Linie um die philosophischen Essays, die Hilckman in der Zwischenkriegszeit verfasste, die den Werken von Oswald Külpe (1862-1915), Leon Noël (1878-1955) und dem englischen Empirismus gewidmet sind. Hilckman stellt hier das Werk von Oswald Külpe Realisierung (1912) als ein repräsentatives Beispiel des kritischen erkenntnistheoretischen Realismus innerhalb der Philosophie der ersten Dekaden des 20. Jahrhunderts heraus. Bei dieser Gelegenheit charakterisiert Hilckman den allgemeinen Diskurs innerhalb der sich konstituierenden christlichen Philosophie unter anderem mit der Rückführung auf die Arbeiten von A. Gemelli (1878-1959) oder auch Kardinal Mercier (1851-1926) einerseits, andererseits Hilckman zeichnet die wichtigsten Positionen innerhalb der Neuscholastik in Deutschland und Italien (G. Zamboni, 1875-1950) und die Diskussion um die christliche Philosophie, geführt vor allem in Frankreich – so zum Beispiel bei J.M. Bocheński (1902-1995). Hilckman stellt fest: „Was gemeinhin als Merkmal des Philosophen und der Philosophie gilt, tritt in dem Külpe‘schen Werk in hervorragender Weise zutage: ein Zug von...

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