Show Less
Restricted access

Direktionalia im Deutschen und im Polnischen

Series:

Elzbieta Kazimierska

Die Arbeit untersucht unter semantischen und syntaktischen Aspekten Direktionalität und die sprachlichen Mittel ihres Ausdrucks im Deutschen im Vergleich mit dem Polnischen. In den Gegenstandsbereich fallen damit Direktionaladverbien und Direktionalpartikeln sowie verbale Aggregationen mit ihnen. Die deutschen wie die polnischen Direktionaladverbien können als Satzglieder die Funktion von Adverbialangaben, Adverbialergänzungen und Prädikativa haben oder als Attribute Teile von Satzgliedern sein. Im Deutschen werden sie zudem als Verbzusätze ins Verb inkorporiert. Dieses dem Polnischen unbekannte Phänomen liegt an der Schnittstelle von Wortbildungssyntagmatik und Syntax. Auszüge aus Pressetexten, online-Artikeln und Wojciech Cejrowskis Gringo wśród dzikich plemion bilden die Materialbasis der durchgeführten Analyse.
Show Summary Details
Restricted access

2. Die Direktionaladverbien

Extract

← 48 | 49 → 2 Die Direktionaladverbien

Die Direktionaladverbien nennen den Ausgangspunkt, das Ziel, den Verlaufsweg und Erstreckung von gerichteten Prozessen, Zuständen oder Größen. Entsprechende Interrogativadverbien sind woher – skąd, wohin – dokąd, gdzie, wo entlang – którędy, im Deutschen außerdem Präpositionaladverbien mit wo-. Sie spezifizieren einen Sachverhalt im Raum und haben daher eine direktionale Leseart. Direktionale Adverbien gehören der Subklasse positionaler Adverbien an, die wiederum zu den Situierungsadverbien zu rechnen sind. Diese Adverbien helfen bei der räumlichen Orientierung, die eine charakteristische Doppelstruktur hat: „sie setzt an beim eigenen Körper einerseits, bei objektiven Kasusgegebenheiten als Bezugspunkten andererseits“ (Zifonun et al. 1997, 326). Die Direktionaladverbien können die Relationen zwischen Agens und Patiens näher bestimmen. In den Sätzen

Er springt hinauf. – On podskakuje.

Er wirft den Ball hinüber. – On przerzuca piłkę.

Er trägt die Kisten hinein. – On wnosi skrzynki.

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.