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Konversion zum Islam im 21. Jahrhundert

Deutschland und Großbritannien im Vergleich

Caroline Neumüller

Die Konversion zum Islam, vor allem in vorwiegend nichtmuslimischen Gesellschaften, ist ein wachsendes Forschungsphänomen. Diese Studie konzentriert sich auf die akuten Herausforderungen von deutschen wie britischen Konvertiten zum Islam hinsichtlich ihrer kulturellen und moralischen Veränderungen, Glaubensfragen und Beziehungen zur nichtmuslimischen Mehrheitsgesellschaft sowie neuen muslimischen Gemeinschaft. Unzufriedenheit mit dem ehemaligen Glauben oder sozialen Normen geben der muslimischen Lehre für viele Menschen Attraktivität und den Wunsch nach Zugehörigkeit, die in einer Konversion münden können. Das Hauptaugenmerk der Studie wird auf die einzelnen sich verändernden Verhaltensnormen der Probanden gelegt und das Ergebnis als lebendiger, jedoch auch rationaler Einblick in das Leben von deutschen wie britischen Konvertiten dargestellt.
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Zusammenfassung

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Die Dissertation befasst sich mit den Konvertierungserfahrungen und individuellen Prozessen von vierundzwanzig muslimischen Konvertiten aus Großbritannien und zweiundfünfzig muslimischen Konvertiten aus Deutschland, basierend auf persönlichen Interviews und Fragebögen zwischen 2008 und 2010. Sie analysiert die auftretenden Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den muslimischen Konvertiten in Großbritannien und Deutschland, und setzt sie in Beziehung zu den grundlegenden islamischen Anforderungen des Einzelnen, und in den Kontext der jeweiligen gesellschaftlichen Milieus. Dementsprechend wird das Hauptaugenmerk auf die sich verändernden Verhaltensnormen in den einzelnen Prozessen der religiösen Konvertierung hinsichtlich des Familienrechts und der geschlechtlich gemischten Beziehungen und die Haltung der Konvertiten gegenüber besonders empfindlichen und oft kontroversen Themen gelegt.

Meine empirische Forschung zu diesem Phänomen wurde von vielen Fragestellungen geleitet, wie: Was hat die Teilnehmer beeinflusst, zum Islam zu konvertieren, und welche Auswirkungen und Einflüsse hat ihre Konvertierung auf ihre (ehemalige und vorrangige) nicht-muslimische Umwelt? Neigen muslimische Konvertiten dazu, sich von ihren früheren Lebensweisen zu distanzieren und ihre sozialen Verhaltensmuster zu ändern, und dienen sie, mit ihren Zielen und Zwecken, in dieser Gesellschaft entweder als Brückenbauer oder Isolatoren? Das Thema „Konvertierung zum Islam“, vor allem in hauptsächlich nicht-muslimischen Gesellschaften, ist ein wachsendes Forschungsphänomen. Dabei gibt es nur einen geringen Anteil an Literatur, der sich mit vergleichenden Analysen von muslimischen Konvertiten in verschiedenen Ländern beschäftigt. Diese Dissertation basiert auf den Forschungsmethoden von Wohlrarb-Sahr (1999) und Zebiri (2008), und konzentriert sich des Weiteren auf die akuten Herausforderungen...

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