Show Less
Restricted access

«Content and Language Integrated Learning» (CLIL) im Musikunterricht

Eine Studie zu CLIL-Musikmodulen

Series:

Charlott Falkenhagen

Vor dem Hintergrund der bisher eher geringen Beachtung des Unterrichtsfachs Musik für ein integriertes Sachfach- und Fremdsprachenlernen ( Content & Language Integrated Learning) untersucht diese Arbeit das besondere Potenzial von Musik als CLIL-Modulpartner. Gerade aufgrund der fachspezifischen Arbeitsweisen in Form von rezeptiv-/produktiv-handelnder Auseinandersetzung mit Musik und einer dadurch erhöhten Emotionalität sowie Involviertheit der Lernenden ergeben sich vielfältige positive Begegnungen mit der Fremdsprache als Arbeitssprache. Neben einer ausführlichen Diskussion des Forschungsstands zu CLIL-Musik stehen auf der Basis einer unterrichtspraktischen Studie Aussagen zu motivationalen, fachlich-inhaltlichen, fremdsprachlichen sowie interkulturellen Aspekten im Fokus. Diese werden im Hinblick auf die Lehr- und Lernpraxis von CLIL-Musikmodulen diskutiert und interpretiert.
Show Summary Details
Restricted access

1 Kurzdarstellung des Forschungsvorhabens

Extract



1.1 Ziele und Problemstellung der Arbeit

„Bilingualen Unterricht“ gibt es in den verschiedensten Formen und Ausprägungen in Deutschland seit den 1970er Jahren. Er zeichnete sich damals durch eine Vielzahl an praxisbezogenen Konzepten bei gleichzeitig geringer theoretischer Vernetzung mit wissenschaftlicher Forschung der Fremdsprachendidaktik oder Sachfachdidaktiken aus (vgl. Zydatiß 2004: 89, Wildhage/Otten 2003: 15, Doff 2010: 11). In den 1990er Jahren wurde diese Unterrichtsform aufgrund zeitgeschichtlicher und politischer Prozesse fast ausschließlich aus Sicht der Fremdsprachendidaktik bezüglich der Beschreibung und Analyse eines fremdsprachlichen Kompetenzzugewinns heraus erforscht; sachfachliche Anliegen wurden wenig bis gar nicht thematisiert (vgl. Doff 2010: 11). Dennoch stellte sich mit der immer stärkeren Verbreitung „bilingualer Unterrichtsformen“ in Deutschland bald auch die Frage nach dem Zugewinn an sachfachlicher Kompetenz. Hinzu kamen weitere Fragen wie etwa zur besonderen Eignung oder zu einem besonderen Potenzial einzelner Fächer oder Fächergruppen für den bilingualen Unterricht oder zu einer möglichen Behinderung von fachlichem Kompetenzerwerb durch die Verwendung der Fremdsprache in dieser Unterrichtsform (vgl. Zydatiß 2004: 89). Gerade im Zusammenhang mit den Forschungsgebieten „besondere Eignung“ und „sachfachlicher Kompetenzerwerb“ lassen sich selbst heute, nach mehr als zehn Jahren intensiver Forschung, noch immer wenig allgemeingültige Aussagen aus Sicht der Sachfachdidaktiken treffen (vgl. Mentz 2010: 35). Zwar gibt es Ansätze zur Theoriebildung einer bilingualen Sachfachdidaktik für alle Sachfächer von den Gesellschaftwissenschaften über Kunst, Musik, Darstellendes Spiel und Sport bis zu den Naturwissenschaften, aber bisher liegen nur für einzelne Sachfächer, vorrangig aus den Gesellschaftwissenschaften,...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.