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Märchen, Mythen und Moderne

200 Jahre «Kinder- und Hausmärchen» der Brüder Grimm – Teil 1 und 2

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Edited By Claudia Brinker-von der Heyde, Holger Ehrhardt and Hans-Heino Ewers

Im Dezember 2012 jährte sich zum 200. Mal das Erscheinen der Kinder- und Hausmärchen. Dieses Jubiläum nahm die Universität Kassel zum Anlass, einen internationalen Kongress mit dem Titel Märchen, Mythen und Moderne. 200 Jahre Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm zu veranstalten. Die vorliegenden Kongressbeiträge nähern sich dem populärsten Werk der Brüder Grimm sowohl literatur- und sprachwissenschaftlich als auch aus Sicht der Kinder- und Jugendliteratur, Psychologie und Pädagogik, Medienwissenschaft und interkulturellen Rezeptionsforschung. Über die Märchen hinaus finden sich Studien zum philologischen, lexikographischen, mythologischen und rechtshistorischen Werk der Brüder Grimm.
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Die Kinder- und Hausmärchen in der Heimat der Contes de fées. Zur französischen Rezeption der Grimm’schen Sammlung und zu deren Bedeutung für Märchensammlungen im Frankreich des 19. Jahrhunderts: Natacha Rimasson-Fertin

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Natacha Rimasson-Fertin

Die Kinder- und Hausmärchen in der Heimat der Contes de fées. Zur französischen Rezeption der Grimm’schen Sammlung und zu deren Bedeutung für Märchensammlungen im Frankreich des 19. Jahrhunderts

Als Land der 1697 erschienenen Märchen von Charles Perrault und der Contes de fées wie der Märchen der Tausendundeinen Nacht, die in der Übersetzung von Antoine Galland in ganz Europa bekannt wurden, hat Frankreich am Anfang des 19. Jahrhunderts auf dem Gebiet des Märchens im Allgemeinen einen deutlichen Vorsprung. Dieser Beitrag soll einige Aspekte der französischen Rezeption der Kinder- und Hausmärchen im 19. Jahrhundert beleuchten: Wie und in welcher Übersetzung wurden die Kinder- und Hausmärchen in der Heimat Perraults bekannt und aufgenommen? Welches waren die Ziele und die Verfahrensweisen der verschiedenen Übersetzer im 19. Jahrhundert? Ferner sollen auch die Auswirkungen im Bereich des Märchensammelns in Frankreich skizziert werden. Berücksichtigt wurden hier nur die Vollübersetzungen bzw. die Übersetzungen einer Auswahl von Märchen, nicht aber Einzelausgaben sowie Kolportagebücher. Die Forschung zur französischen Grimm-Rezeption beschränkt sich im Wesentlichen auf zwei Artikel: Les frères Grimm, conteurs, et la France au 19ème siècle von Nicole-Odette Stein-Moreau1, und Zur Grimm-Rezeption im Frankreich des 19. Jahrhunderts2 von Jürgen Storost.

Die frühe Rezeption im 19. Jahrhundert: Ein regelrechter Bestseller

Wie Storost schon 1990 betonte, wirkt die große Anzahl der Übersetzungen der Kinder- und Hausmärchen...

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